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Foto: Detlef Apolinarski |
Leer stehende Gebäude, Brach- und Rückbauflächen als Folgen wirtschaftlichen Strukturwandels und demografischer Veränderungen stellen viele Kommunen vor neue planerische Herausforderungen. Die nicht mehr funktionierenden Wohnungsmärkte machen es Eigentümern schwer, für noch nicht sanierte Gebäudesubstanz insbesondere im Altbaubereich Verwertungsmöglichkeitenzu finden.
Andererseits bieten diese Räume und Flächen Potenziale für wirtschaftliche Aktivitäten, aber auch für unkonventionelle kulturelle, kreative und unternehmerische »Experimente«, vielfach als temporäre Nutzung angelegt. Im Idealfall tragen sie zu einer positiven Image- oder Markenbildung für spätere dauerhafte Nutzungen und zu einer Wiederbelebung leerstehender Häuser mit Ausstrahlung auf das Quartier und den Stadtteil bei.
Zwischennutzung von Räumen und Flächen hat sich mittlerweile zu einer Strategie nachhaltiger Stadtentwicklung von nationaler Bedeutung entwickelt. Welche Rahmenbedingungen sind notwendig und welche Möglichkeiten haben Kommunen und an dem Prozess beteiligte Akteure, wie Eigentümer, potenzielle Nutzer von Gebäuden sowie Architekten und Planer, dieses Instrument effektiv und zielführend ein- und umzusetzen.
Diese und weitere Fragen sollen unter anderem an Hand von Praxisbeispielen erörtert werden. Dazu werden verschiedene Zwischennnutzungsmodelle und Initiativen vorgestellt, u. a. der Verein StadtHalten Chemnitz e.V. mit seinem NSP-Projekt »Konserviertes Stadtquartier«. In Verbindung mit der Fachveranstaltung lädt der Verein zu einer Besichtigung realisierter bzw. in Realisierung befindlicher Projekte im Stadtteil Sonnenberg ein.
Zielgruppen: Fachpublikum, Planer und Architekten, Mitarbeiter von Kommunen und Landkreisen, Eigentümer, Eigentümerverbände, Bau- und Immobilienwirtschaft
Termin: Donnerstag, 21.10.2010, 13:00 bis 17:00 Uhr
Referenten:
MRDipl.-Ing. G. Bothe, Sächsisches Staatsministerium des Innern,
Dr. S. Fliegner, Stadtplanungsamt, Stadt Halle, E. Heumeyer, Stadthalten Chemnitz e. V.,
Dipl.-Ing. J. Reichenbach-Behnisch, rb architekten, Leipzig, F. Mothes, HausHalten e. V., Leipzig,
G. Schulten, Zwischennutzungsagentur Wuppertal,
Dipl.-Ing. I. Senftleben, Vizepräsidentin AKS, Freie Architektin, Leipzig,
Prof. Dr.-Ing. Sulzer, Görlitz Kompetenzzentrum Revitalisierender Städtebau, TU Dresden,
Ort: Gemeindesaalder St. Joseph Gemeinde, Gießerstraße 36, 09130 Chemnitz
Anmeldung: Akademieder Architekten, Dipl.-Ing. I. Niese, Goetheallee 37, 01309 Dresden,
Tel.:0351 31746-28, Fax: 0351 31746-30, E-Mail: niese@aksachsen.org, www.aksachsen.org
Gebühr: kostenfrei
Programmablauf:
13:00 Uhr
Begrüßung und Einführung
13:10Uhr
Zwischennutzung als Instrument der Stadtentwicklung
Dr. S. Fliegner, Stadtplanungsamt, Stadt Halle (angefragt)
13:30 Uhr
Was tun, wenn der Markt nichts hergibt? – Eigentümersorgen
G. Schulten, Zwischennutzungsagentur Wuppertal
13:50 Uhr
Leerstandsmanagement durch Zwischennutzung– welche Hemmnisse bestehen?
Dipl.-Ing.J. Reichenbach-Behnisch, rb architekten, Leipzig
14:10 Uhr
Baurecht im Praxistest – was gehttatsächlich?
MR Dipl.-Ing. G. Bothe, Sächsisches Staatsministerium des Innern (angefragt)
14:30 Uhr Kaffeepause
15:00 Uhr
Wächterhäuser ein Erfolgsmodell – wie gehtes weiter?
F. Mothes, HausHaltene. V. Leipzig
15:20 Uhr
Görlitz „Probewohnen“ – überZwischennutzungen Erfahrungen sammeln
Prof. Dr.-Ing. J. Sulzer, Görlitz Kompetenzzentrum Revitalisierender Städtebau, TU Dresden
16:00 Uhr
Projektbeispiel Chemnitz „KonserviertesStadtQuartier“
E. Heumeyer, StadthaltenChemnitz e.V.
16:15 Uhr
Podiumsdiskussion mit den Referenten
Moderation: Dipl.-Ing. I. Senftleben, Vizepräsidentin AKS, Freie Architektin Leipzig
17:00 Uhr
Besichtigung des Projektgebietes
17:30 Uhr
Empfang im Wächterhaus Zietenstraße zum Erfahrungsaustausch in lockerer Runde und Ausstellungsbesichtigung der Wanderausstellung zum Wächterhaus