Arbeitskreis »Barrierefreies Planen und Bauen«

Tätigkeitsfelder

BERATUNG von betroffenen Personen oder deren Angehörigen

Betroffene Personen oder deren Angehörige können kostenfrei eine Erstberatung in Anspruch nehmen. Öffnungszeiten werden in der Presse veröffentlicht. Es stehen jederzeit Berater/ Kollegen des Arbeitskreises zur Verfügung.

Es werden Beratungen zu folgenden Themen angeboten:

  • Wohnungsanpassungsmaßnahmen entsprechend DIN 18040 / Teil 2
  • Neubau von Wohnhäusern entsprechend DIN 18040  / Teil 2
  • zur Einschaltung von Sozialdiensten und Hilfe bei Beantragung von Fördergeldern
  • baulich begleitende Beratung bei integrativen Maßnahmen angeboten, z. B. bei der Integration nach Aufenthalt in einer geriatrischen Klinik zur Durchsetzung eines „selbstbestimmten Lebens“ von älteren Personen, oder bei der Integration/ Rehabilitation in das Arbeitsleben von behinderten oder chronisch erkrankten Personen.
  • Beratung bei baulichen Maßnahmen der Arbeitsplatzanpassung in Zusammenarbeit mit dem Integrationsamt

„Behinderte beraten Behinderte“ Um psychische Barrieren abzubauen, kann die Beratung in schwierigen Fällen auch von gleichfalls Betroffenen durchgeführt werden. “Behinderte beraten Behinderte“ entspricht dem Konzept des „Peer Counseling“. Hierbei wird die Berater-Klient-Hierarchie abgebaut, entstanden aus der „Independent Living Bewegung“ der 90er Jahre in den USA.

BERATUNG von privaten Bauherren

Allen privaten Bauherren (Wohnungsgenossenschaften, Bauträger etc.), die ihre Bauvorhaben an den neuen Anforderungen entsprechend der demographischen Entwicklung des Landes ausrichten wollen, stehen die zuvor genannten Beratungsstellen ebenfalls zur Verfügung.

Themen der Beratung können unter anderem sein:

  • Anpassungsmaßnahmen bei Wohn- und Geschäftshäusern und Freianlagen entsprechend DIN 18040 Teil 1 / Teil 2
  • Neubau von Wohn- und Geschäftshäusern entsprechend DIN 18040 Tei 1 / Teil 2, einschließlich angrenzender Freianlagen

BERATUNG von Kommunen, Ämtern und Trägern öffentlicher Belange

Gleichfalls bieten wir eine kostenfreie Erstberatung von Kommunen, Ämtern und Trägern öffentlicher Belange usw. bei Planung, Bau / Umbau entsprechend den Forderungen des Gleichstellungs-/ Integrationsgesetzes, der Landesbauordnung, der DIN 18040 /Teil 1 und den geltenden Richtlinien für Blinde, Sehbehinderte und Hörgeschädigte an.

Eine Präventive Beratung hilft Kosten einsparen und vermeidet unnötige und teure Mängelbeseitigung bei Planungsfehlern. Es können neue zeitgemäße Baukonzepte entwickelt werden, die nachhaltig rentabel sind. Die demographische Entwicklung in Deutschland und Europa bedingt immer mehr die „Nutzbarkeit für alle Personengruppen“, da schon in 10 Jahren 50% der Bevölkerung über 60 Jahre alt ist und die Anzahl der Behinderten und Kranken sich erhöhen wird.

MITWIRKUNG bei Planungs- und Genehmigungsverfahren

Es wird die Mitwirkung an Genehmigungs- und Prüfverfahren angestrebt, z.B. bei Genehmigungsverfahren, bzw. baufachlichen Stellungnahmen zur Bescheidung von öffentlichen Zuwendungen/ Förderungen durch die Oberfinanzdirektion.

KOORDINIERUNG zwischen Betroffenen, Ämtern, Verbänden und Institutionen

Auf der Internetseite der Architektenkammer Sachsen stellt sich der Arbeitskreis mit dem »Netzwerk barrierefrei« als Koordinationsknoten dar. Hier sollen »barrierefrei« Informationen für Betroffene und Ratsuchende wie folgt dargestellt werden:

  • Beratungsstellen der Architektenkammer Sachsen
  • Termine und Veranstaltungen des Arbeitskreises
  • Mitglieder des Arbeitskreises und deren Spezialgebiete
  • Fördermöglichkeiten nach der jeweiligen Betroffenensituation
  • Fallbeispiele
  • Verknüpfungen zu anderen Beratungsstellen, Sozialdiensten und Verbänden u.ä.
  • Verknüpfungen zu öffentlichen Einrichtungen, Ministerien, Ämtern (z.B. Amt für Familie und Soziales), Sozial- / Wohnungsämter, Integrationsamt, Regierungspräsidien, Förderbanken, Rentenversicherungen mit Adressen und Ansprechpartnern oder Internetverlinkung u. a.
  • Planungshilfen, DIN-Normen
  • Hersteller und Firmen

QUALIFIZIERUNG der im Arbeitskreis beteiligten und beratenden Architekten

Die dem Arbeitskreis angehörigen Architekten und Stadtplaner sind, jeder auf seinem Spezialgebiet und allgemein auf dem Gebiet des barrierefreien Planens und Bauens bedingt durch ihre Tätigkeit qualifiziert. Durch Fortbildung, Spezialisierung und Erfahrungsaustausch an Fallbeispielen wird das fachliche Wissen ständig erweitert. (Weiterbildung, Erfahrungsaustausch)

BEWERBUNG der Leistungsangebote

Über breite Öffentlichkeitsarbeit auf Messen, in Presse, Funk und Fernsehen, sowie Informationen in von der Bevölkerung stark frequentierten Bereichen, wie Stadt- und Gemeindeverwaltungen, sozialen Einrichtungen, Arbeitsämtern, Schulen, Hochschulen etc. soll das „Netzwerk barrierefrei“ aufgebaut und bekannt gemacht werden.