Richtlinien für Planungswettbewerbe RPW 2008
mit Hinweisen des Ausschusses für Wettbewerb und Vergabe

Hinweise zu § 7

zu § 7 (2) Wettbewerbssummen

Kosten eines Wettbewerbes - Vergütungsvorschlag Preisrichter
Diese Empfehlungen beruhen auf dem Erlass des BMVBS vom 13.03.2008 (Az: B 13-8141.6/0), der mit Wirkung vom 29.09.08 im Rahmen einer internen Verwaltungsvorschrift dem Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement zur Anwendung vorgegeben wurde.
Es handelt sich um Sätze pro Sitzungstag. Als Zeitaufwand berücksichtigt werden nur Sitzungs- und Fahrtzeiten. Persönliche Vorbereitungszeiten sind in den Sätzen bereits berücksichtigt. Die Umsatz-/Mehrwertsteuer ist in den Beträgen nicht enthalten.

Preisrichter
mit der beruflichen Qualifikation der Teilnehmer - »Fachpreisrichter«
Zeitaufwand bis 4 Stunden: 400 €
Zeitaufwand 4 bis 8 Stunden: 800 €
Zeitaufwand über 8 Stunden: 1.000 €
Die stellvertretenden Preisrichter, die zur Gewährleistung eines für alle gleichen Informationsstandes an den Vorbesprechungen, Kolloquien und Preisgerichtssitzungen teilnehmen, erhalten die selben Entschädigungen. Der Preisgerichtsvorsitzende erhält für seine Mitwirkung an der Vor- und/oder Nachbereitung, an der Ausstellungseröffnung und/oder an der Pressekonferenz weitere Entschädigungen nach Aufwand.

Sachverständige
erhalten die gleichen Aufwandsentschädigungen wie die (Fach-) Preisrichter.

Vorprüfer
werden - soweit sie nicht als Berater aus einem Dienst- oder Arbeitsverhältnis zum Auslober heraus an der Beurteilung beteiligt werden - auf der Basis ihres Angebots für die Vorprüfung oder im Zusammenhang mit ihrem Auftrag für die Wettbewerbsbetreuung vergütet.

Reisekosten, Fahrtkosten, Übernachtungskosten, Nebenkosten
werden in nachgewiesener Höhe erstattet wie folgt:

  • Fahrtkosten Flug Economy-Klasse, Bahn (2. Klasse), ÖPNV, Taxi, KFZ 0,35 € / km Benutzung eigener PKW
  • Übernachtungskosten für Übernachtung/en inkl. Frühstück - Nebenkosten für Parkierungsgebühren, Gepäckbeförderung und Ähnliches

§ 7 Prämierung

(1) Preise und Anerkennungen

Für die besten Arbeiten werden Preise und gegebenenfalls Anerkennungen ausgelobt.
Preise werden Arbeiten zuerkannt, auf deren Grundlage die Aufgabe realisiert werden kann. Anerkennungen werden für bemerkenswerte Teilleistungen vergeben.

(2) Wettbewerbssumme

Für Preise und Anerkennungen stellt der Auslober als verbindlichen Rahmen einen Gesamtbetrag (Wettbewerbssumme) zur Verfügung. Die Berechnungsgrundlage der Wettbewerbssumme ist mindestens das Honorar, das üblicherweise für die geforderte Wettbewerbsleistung nach der jeweils geltenden Honorarordnung vergütet wird.
Die ausgelobte Wettbewerbssumme ist auszuschöpfen. Die Aufteilung der Wettbewerbssumme kann durch einstimmigen Beschluss des Preisgerichts neu festgelegt werden.
Die Höhe der Wettbewerbssumme ist der Bedeutung und Schwierigkeit der Aufgabe und der geforderten Leistung angemessen. Ist eine Umsetzung des Projekts von vornherein nicht vorgesehen, wird das Preisgeld angemessen erhöht.
Die Summe der Preise und Anerkennungen kann teilweise als Aufwandsentschädigung ausgeschüttet werden.