03.01.2018

Neue EU-Schwellenwerte ab dem 1. Januar 2018

Ab dem  01.01.2018 gelten im Vergaberecht neue EU-Schwellenwerte. Die Delegierten Verordnungen vom 18.12.2017 (EU) 2017/2366 zur Änderung der Richtlinie 2014/23/EU (Konzessionsvergaberichtlinie), (EU) 2017/2365 zur Änderung der Richtlinie 2014/24/EU (Allgemeine Vergaberichtlinie) und (EU) 2017/2364 zur Änderung der Richtlinie 2014/25/EU (Sektorenvergaberichtlinie) wurden im Amtsblatt der Europäischen Union (ABl.EU 2017 L 337, Seiten 17 ff.) am 19.12.2017 veröffentlicht. 

Die Schwellenwerte wurden wie folgt festgesetzt:
- Bauaufträge 5.548.000 Euro (bisher 5.225.000 Euro)
- Liefer-/Dienstleistungsaufträge 221.000 Euro (bisher 209.000 Euro)
- Liefer-/Dienstleistungsaufträge (Sektoren) 443.000 Euro (bisher 418.000 Euro)
- Liefer-/Dienstleistungsaufträge (Bundesbehörden) 144.000 Euro (bisher 135.000 Euro)
- Bau-/Dienstleistungskonzessionen 5.548.000 Euro (bisher 5.225.000 Euro)

Die Änderungen bedürfen keiner gesonderten Umsetzung durch den deutschen Gesetzgeber. Am 29.12.2017 wurden die neuen Schwellenwerte vom BMWi im Bundesanzeiger deklaratorisch veröffentlicht (BAnz AT 29.12.2017 B1).