30.09.2017

Basiswissen zur Bauleitung Teil 2: Kostenmanagement während der Bauleitungsphase mit einem Exkurs zur nachtragslosen Bauvertragsart

Samstag, 30.09.2017, 9:00–16:30 Uhr



Nur selten werden Bauprojekte so durchgeführt, wie sie in den Ausschreibungsunterlagen vorgesehen waren. Umplanungswünsche des Bauherrn, die nach Vertragsabschluss das Bausoll des Handwerkers ändern, liegen in der Natur des Baugeschehens. Diese Änderungen sind aber häufig überproportional teurer als die unter Wettbewerbsbedingungen eingekauften Hauptleistungen. Die Mehrkosten werden häufig dem Architekten zugeschrieben, obwohl dieser ordentlich geplant, ausgeschrieben und beraten hat. Um in solchen Situationen nicht in Haftungsfallen zu geraten, sind vom bauleitenden Architekten gewisse Regularien und Formerfordernisse einzuhalten die im Seminar aufgezeigt werden. Das Thema Kostensicherheit ist viel zu wichtig, als dass man es kampflos dem Projektsteuerer oder dem Bauträger überlassen sollte. Als Einstieg in dieses Thema wird die "richtige Vergabeart" (möglichst ohne Nachträge) und daraus folgend die Unternehmereinsatzformen untersucht. Später wird untersucht, ob mit dem richtigen Klauselwerk die Nachtragsflut der Handwerker gebremst werden kann. Abschließend wird die ordnungsgemäße und rechtssichere Prüfung von Nachtragsangeboten aufgezeigt.

Modul 4: Exkurs zur nachtragslosen Bauvertragsart
• Welche ist die nachtragssicherste Bauvertragsart?
• Welche Kriterien sind für den Auftraggeber (bei Vertragsvergabe) besonders wichtig?
• Welche Vorteile bietet die Vergabe an einen Generalunternehmer für den Auftraggeber bzw. für den
Architekten?
• Darstellung verschiedener Fachfragen zum Thema Pauschalpreisvertrag insbesondere unter
Berücksichtigung geänderte und zusätzliche Leistungen

Modul 5: Kostenverfolgung und -steuerung
• Wie werden gegenüber dem Bauherrn genannte Kosten garantiert eingehalten? Wie funktioniert
Kostenverfolgung und –steuerung?
• Kann man den Vertrag so gestalten, dass Nachträge ausgeschlossen sind?
• Wie weit reicht das einseitige Leistungsänderungsrecht des AG?
• Was ist die Urkalkulation?
• Aus welchen Vertragsbestandteilen setzt sich ein Einheitspreis zusammen?
• Was ist ein marktüblicher bzw. ortüblicher Preis?
• Wer hat die Änderung der Leistung zu beschreiben?
• Was sind Mehr- bzw. Mindermengen? Welche Kosten generieren sich daraus?
• Wann macht man eine Gemeinkostenausgleichsberechnung?
• Wie werden Nachträge beim Pauschalpreisvertrag bewertet?
• Können Stundenlohnarbeiten auch als Nachtrag abgerechnet werden?
• Was sind geänderte bzw. zusätzliche Leistungen? Welche Mehr- bzw. Minderkosten können daraus
abgeleitet werden?
• Was bedeutet entgangener Gewinn?
• Wie geht man mit dem „spekulativen Unterpreis“ oder mit „Kalkulationsirrtümern“ um?
• Fehlerhafte Nachtragsprüfung durch den Architekten – kann der Auftraggeber den Architekten in
Regress nehmen?


Ein umfassendes Skript wird zur Verfügung gestellt.






Referenten:
Dipl.-Ing. J. Steineke BDB, Berlin

Ort:
Haus der Architekten, Goetheallee 37, 01309 Dresden

Gebühr:
€ 95,- für Mitglieder AKS, IKS und anderer LK sowie deren MA, MA öffentlicher Dienst, Absolventen
€ 60,- für ermäßigte Architekten und Ingenieure, Studenten
€ 130,- für Gäste



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