29.08.2013

FORM UND RAUM – Arbeiten von Heidemarie Dreßel ab heute im HAUS DER ARCHITEKTEN

In der Zeit vom 29. August bis zum 20. September präsentiert die Plastikerin Heidemarie Dreßel im Haus der Architekten, Goetheallee 37 in Dresden-Blasewitz, in großformatigen Fotos und ergänzenden Skulpturen einige ihrer Arbeiten. Diese Auswahl fokussiert ihre künstlerischen Aktivitäten besonders im nicht institutionellen, öffentlichen Raum. Die Installationen entstanden als Interventionen im städtisch-kulturellen Kontext.

Zur Finissage am 20. September 2013 um 17:00 Uhr mit einer Einführung von Karin Weber wird herzlich eingeladen! Die Ausstellung ist von Montag – Freitag jeweils 8:30 – 16:30 Uhr oder nach telefonischer Vereinbarung geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Die Arbeiten sind sowohl Kommentar und Fragestellung als auch Stolperstein zu kulturpolitischen, ökologischen, sozialen und ästhetischen Themen. Sie entstanden auf Grund von eigenen Projektvorstellungen mit z.T. öffentlicher Förderung oder innerhalb von Gruppenausstellungen. Bei zahlreichen Wettbewerbsbeteiligungen (Kunst im öffentlichen Raum) erwarb sie auch Siegerplätze.

Ihre besondere Affinität gehört dem Wasser. In Dresden bestehen in Gorbitz (Amalie-Dietrich-Platz), im Universitätsklinikum Johannstadt, im Gelände der Stadtentwässerung Kaditz sowie im Entwurfs- und Ingenieurbüro Brücken- und Straßenbau EIBS, Bernhardtstraße 92 eindrucksvolle, raumbezogene Wasser-Skulpturen. Außerdem schuf sie u.a. das WASSERTOR in Cottbus und »rondo_impulsiva« im Gesundheitspark Bad Gottleuba.

Im land-art-Projekt MNEMOSYNE der Dresdner Sezession 89 – einer Künstlerinnen-Vereinigung, der sie als Gründungsmitglied angehörte – richtete sie mit den beteiligten Kolleginnen das öffentliche Interesse auf die im Stadtgebiet eingesenkten, vergrabenen und teilweise vergessenen Gewässer, die aber die Stadtbildung und -formung entscheidend beeinflusst haben, und wies auf moderne, stadtplanerische Entwicklungen mit ökologischem Hintergrund hin.

Arbeitsmaterial ihrer Gestaltungen ist oft Keramik, die ohne Glasur aufgebaut wird, aber auch Textil und Stahl. Sie ergänzt und belebt ihre Kreationen durch technische Geräte wie Pumpen, Motoren, Projektoren.

Im Statement formuliert sie: »Mein Medium ist der Raum – ich empfinde Lust, ihn zu durchfahren, zu durchkreuzen, aufzustapeln, ihm Signale und Klänge zu geben und seine Ausdehnung nachzuzeichnen, Raum aus Licht, Luft, Klang, Bewegung, Rhythmus. Viele meiner Arbeiten beziehen sich auf einen vorgegebenen Raum. Dort existieren Höhen, Breiten, Tiefen; funktionale und soziale Abhängigkeiten. Auf der Suche nach meinem künstlerischen Beitrag ist mir nicht nur die offene sinnliche Beziehung wichtig, sondern auch die versteckte soziale. Aus der Einschränkung wachsen in Gegenbewegung, im Streit mit Ein-sicht und Notwendigkeit, Fülle und Poesie.«

Auf Wunsch sende ich Ihnen druckfähiges Bildmaterial zu.

Für Rückfragen stehe ich gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Marén Schober

Architektenkammer Sachsen
Marén Schober M. A.
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