22.01.2014

Öffentliches Ehrenkolloquium in memoriam Wolfgang Hänsch 5. Februar 2014, 17:00 Uhr, Konzertsaal der Hochschule für Musik Dresden

Am 5. Februar 2014, 17:00 Uhr laden die Architektenkammer Sachsen, der Bund Deutscher Architekten BDA, Landesverband Sachsen und die Sächsische Akademie der Künste zum Ehrenkolloquium für Wolfgang Hänsch in den Konzertsaal der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden ein. Gemeinsam mit Ihnen möchten wir Wolfgang Hänsch anlässlich seines 85. Geburtstages als über die Maßen verdienstvollen Architekten der Nachkriegsmoderne in Dresden gedenken und sein Lebenswerk ehren.

Kein anderer Architekt hat sich über einen so langen Zeitraum von mehr als 50 Jahren und mit so viel Hingabe um den Wiederaufbau der zerstörten Stadt Dresden bemüht und preisgekrönte Bauwerke geschaffen, die weit über die Landesgrenzen hinaus Bedeutung erlangten. Mit seinen Bauten setzte er Maßstäbe in der Entwicklung einer Architektur in Dresden, die von seinem meisterhaften Können auch in der Bewältigung einer von höchsten Ansprüchen geprägten Rekonstruktion historischer Bauwerke zeugen.

Am 11. Januar 1929 in Königsbrück geboren, trat Wolfgang Hänsch 1948 ein Studium in der Staatsbauschule Dresden an und wirkte danach bis ins hohe Alter beinahe ausnahmslos für diese Stadt. Als junger Architekt gelang ihm der Durchbruch zu einer modernen Architektur der Nachkriegszeit mit seinem damals Aufsehen erregenden Straßenzug an der Borsbergstraße. Seine späteren Schlüsselwerke – das Einkaufszentrum Webergasse, das Haus der Presse und vor allem der Kulturpalast – haben den Ruf Dresdens als einen Ort der Nachkriegsmoderne in Deutschland mit begründet. Umso größer die Überraschung, dass der entschiedene Vertreter sachlich-moderner Formen sich danach dem Wiederaufbau des kriegszerstörten Opernhauses widmete, und zwar entgegen damaliger Erwartung getreu aus dem Geiste des alten Meisters Gottfried Semper.

Nach der Wiedervereinigung ließ sich Wolfgang Hänsch als Freier Architekt nieder und widmete sich mit großer Schaffenskraft wichtigen Bauaufgaben, so u. a. der Rekonstruktion des Zuschauerraumes im Dresdner Schauspielhaus. Immer wieder hat er mit viel Leidenschaft und erfolgreich an Wettbewerben teilgenommen und Studienprojekte erarbeitet. Seine große zeichnerische Begabung war dabei ein ständiger Begleiter seiner schöpferischen Tätigkeit.

Dass er den Träumen seiner Generation, den Idealen der Moderne bis zuletzt verbunden blieb, bewies sein Kampf um den Kulturpalast. Er hatte viele Verluste verkraften müssen: Die Webergasse wurde zur Gänze abgerissen, das Haus der Presse gegen seinen Einspruch komplett überformt. Den schmerzhaften Erfahrungen stand die jederzeit hohe Achtung seiner Architektenkollegen entgegen. 2009 erhielt er von der Technischen Universität Dresden die Ehrenpromotion für sein Lebenswerk.

<media 6489>Einladung mit Programm</media>

Architektenkammer Sachsen
Öffentlichkeitsarbeit
Marén Schober M.A.
Haus der Architekten
Goetheallee 37
01309 Dresden
Tel. +49 351 31746-35
pr@aksachsen.org
www.aksachsen.org

Sächsische Akademie der Künste
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Anne Koban M.A.
Palaisplatz 3
01097 Dresden
Tel. 0163 87 19 611
info_sak@web.de
www.sadk.de