03.09.2014

Die Eroberung der BRD mit dem Zeichenstift Präsentation von Manfred Wagner im Haus der Architekten

In der Ausstellungsreihe »Präsentationen« sind vom 11. September bis 8. Oktober 2014 im Haus der Architekten, Goetheallee 37 in Dresden Zeichnungen von Manfred Wagner aus Dresden zu sehen. Zur Vernissage am 11. September, 18:00 Uhr wird herzlich eingeladen.

Manfred Wagner, Architekturlehrer und Zeichner, zeigt Skizzenblätter von Wanderungen durch Westdeutschland, von Mittenwald bis Itzehoe, aus den Jahren 1990 bis 2011. Und er beschreibt selbst wie folgt: »29 Jahre mussten wir mit der Mauer leben und hinter ihr staute sich Neugier, Sehnsucht, Frust und Zorn, ein ungeheurer Dampfdruck der 1989 ziemlich unerwartet explodierte und die Mauer zum Einsturz brachte. Eine gewaltige Woge schwappte über die Zonengrenze, vornweg die Trabanten und Wartburgs. Wir als Fußgänger folgten ihr. Dabei von Besuch und Besichtigung zu sprechen wäre völlig unangemessen; es ging um die Eroberung der westlichen Welt, in unserem speziellen Fall um die Eroberung der westlichen Hälfte unseres Vaterlandes, seiner Kultur, seiner Schönheit. Wir beraubten niemanden, aber wir eigneten uns alle bemerkenswerten Schätze an, notierten sie mit einem Rotring Rapidographen in unseren Skizzenbüchern und trugen sie so nach Hause.«

Manfred Wagner zeichnet seit über 50 Jahren Architektur. Geboren 1934 in Zettlitz bei Rochlitz, verlebte er seine Kinderjahre im Muldental, das geprägt wird von einer tausendjährigen Geschichte, von vielfältiger Landschaft, alten Städten, Burgen und Schlössern, technischen Denkmalen und einem besonderen Werkstein, dem roten Porphyrtuff des Rochlitzer Berges.

In den fünfziger Jahren studierte er an der Technischen Hochschule in Dresden Architektur und erhielt Unterricht im Zeichnen und Malen bei Heinz Röcke und Professor Georg Nerlich. Nach dem Studium war er als Assistent an der TU Dresden tätig, anfangs im Freihandzeichnen später in der Entwurfslehre und in der Denkmalpflege. Von 1992 bis 1999 hatte er an der TU Dresden die Professur für »Grundlagen des Entwerfens« inne.

Zahlreiche Reisen führten ihn durch Sachsen und Böhmen und nach 1990 vor allem nach Italien und Westdeutschland. Dabei entstand eine große Zahl von Architekturzeichnungen. Die Zeichnung dient ihm in erster Linie dazu, ein Bauwerk intensiv und systematisch zu betrachten, zu erleben. Darüber hinaus fanden die Blätter ihren Niederschlag in mehreren Veröffentlichungen.

Die Ausstellung ist von Montag bis Freitag jeweils 8:30–16:00 Uhr oder nach telefonischer Vereinbarung für Besucher geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Auf Anfrage sende ich Ihnen druckfähiges Bildmaterial zu.
Für Rückfragen stehe ich gern zur Verfügung.

Architektenkammer Sachsen
Marén Schober M. A.
Öffentlichkeitsarbeit
Haus der Architekten
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