04.02.2015

Lebenslinien – Präsentation Prof. Peter Korneli zum 85. Geburtstag Ausstellung vom 12. Februar bis 26. März im Haus der Architekten

In der Ausstellungsreihe »Präsentationen« sind vom 12. Februar bis 26. März 2015 im Haus der Architekten, Goetheallee 37 in Dresden Arbeiten von Prof. Peter Korneli aus Dresden zu sehen. Zur Eröffnung am 12. Februar, 18:00 Uhr wird herzlich eingeladen.

Peter Korneli über sich selbst:
»Eigentlich wollte ich Medizin studieren, bekam aber 1948 keinen Studienplatz, so ergriff ich auf Wunsch meines Vaters einen 'Ingenieurberuf' und wurde Architekt. Aber bereits zehn Jahre nach Beginn des Studiums führten mich die Lebenslinien, wenn auch über Umwege wieder zum gewünschten Ziel, nicht direkt zur Medizin, sondern zum Bauen für die Medizin.
Mit dem Entwurf und Bau der ersten Intensivtherapiestation in Dresden war ich auf dem Spezialgebiet des Krankenhausbaus angekommen. Diesen Weg haben die Lebenslinien nie mehr verlassen und mich bis zum Neubau und zur Rekonstruktion der Berliner Charité geführt und immer weiter zu praktischen und wissenschaftlichen Tätigkeiten auf dem Feld der Gesundheitsbauten in vielen Ländern der Welt. Die meist beruflichen Reisen und Aufenthalte in 35 Ländern der Welt waren Ziel und Ergebnis zugleich. 'Nulla dies sine linea', die bekannte Regel des Plinius, zugleich das Motto meines holländischen Freundes Teun Swinkels, wurde auch zu meinem Motto und das Zeichnen, die Welt zu verzeichnen, wurde eines meiner Ziele.
Im Alter wird die Zeichnung zum realen Objekt für die Erinnerung. Die Geschehnisse, die Orte, ja sogar die Stimmungen und Worte werden gegenwärtig und lebendig. So kann man die Vergangenheit bewahren und in der Gegenwart fortführen. Der Zeichner sieht ja nicht nur das Motiv, er muß das Bild erschaffen. Dieser Vorgang des Erschaffens verleiht der eigenen Zeichnung den besonders intensiven Erinnerungswert.
Auch an die Empfindungen beim Hören von Musik kann man sich erinnern. Musik kann man nicht sehen? Ein Bild kann man nicht hören? Aber an Empfindungen erinnert man sich. Musik hinterlässt Eindrücke, die später wieder an diese Musik erinnern. Diese Eindrücke entstehen spontan und spontan werden sie auf Papier festgehalten. So werden sie beim Betrachten zur Erinnerung. Zeichnungen sind immer Erinnerungen. Zeichnen ist der Versuch, die Welt zu verstehen. Und das ist ein Ziel, das ich immer noch verfolge.«

Vita:
Prof. Dr.-Ing. Peter Korneli, Freier Architekt, geb. 1930
•    Studium der Architektur 1949–1957
•    Architekt, Hochschullehrer, Institutsleiter
•    Krankenhausbauten in Deutschland und im Ausland, u. a. Charité Berlin
•    ausgedehnte internationale Vortragstätigkeit
•    seit 1990 verstärkte zeichnerische Arbeiten, Reiseskizzen
•    Studienreisen nach Südamerika, Japan, China, Nepal, Italien, Spanien, Türkei, Griechenland,
Ungarn, Kanada, Ägypten, und Skandinavien
•    lebt als Freier Architekt in Dresden

Die Ausstellung ist von Montag bis Freitag jeweils 8:30–16:00 Uhr oder nach telefonischer Vereinbarung für Besucher geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Auf Anfrage sende ich Ihnen druckfähiges Bildmaterial zu.
Für Rückfragen stehe ich gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Marén Schober

Architektenkammer Sachsen
Marén Schober M. A.
Öffentlichkeitsarbeit
Haus der Architekten
Goetheallee 37
01309 Dresden
Tel.: +49 351 31746-35
Fax.: +49 351 31746-30
maren.schober@aksachsen.org


Peter Korneli