03.01.2013

»Imaginäre Bildräume« im HAUS ARCHITEKTEN

Ergebnisse des Seminars »Architektur und Fotografie« der Fakultät Architektur, TU Dresden

Die Professur für Darstellungslehre der Architekturfakultät der TU Dresden zeigt vom 10. Januar bis 18. Februar im HAUS DER ARCHITEKTEN, Goetheallee 37 in Dresden Studentenarbeiten des Seminars »Architektur und Fotografie« von Dipl.-Ing. Till Schuster aus dem Sommersemester 2012. Ein Ausstellungsteil umfasst dokumentarische Arbeiten über zwei geschichtsträchtige Orte in Dresden. Es werden sowohl Aufnahmen vom Areal des Lahmann-Sanatorium auf dem Weißen Hirsch als auch vom Fritz-Förster-Bau der TU Dresden gezeigt. Beide Orte werden in naher Zukunft massiv umgebaut. Der Fritz-Förster-Bau (1922-26, Architekt Martin Dülfer), die ehemalige Chemiefakultät, wird zurzeit dekontaminiert. Für das frühere Lahmann-Sanatorium (1888-1914) ist eine Wohnnutzung geplant. Aus der Sicht des Architekturstudenten gilt es, den Geist der historisch bedeutsamen Orte aufzuspüren und festzuhalten.

Wie kann Fotografie innerhalb der Architekturausbildung dazu genutzt werden, den Blick der Studierenden auf die gebaute Umwelt zu vertiefen? Eine Herausforderung besteht darin, die dreidimensionalen Eigenschaften von Architektur in zweidimensionalen Abbildungen darzustellen. Durch den fotoarchitektonischen Blick werden wesentliche Aspekte von Architektur "ins Bild" gesetzt. Fotografie qualifiziert sich damit als ein analytisches Werkzeug, welches eine interpretative Bild-Findung ermöglicht und somit auch zum Entwerfen genutzt werden kann.

Fotografie ermöglicht auch eine interpretative Bild-Findung. In diesem Zusammenhang zeigt ein zweiter Teil der Ausstellung die Transformation von Fotografien zu Bild-Erfindungen. Durch digitale Bearbeitung werden aus den vorhandenen Fotografien architektonische Bildmotive collagiert. Die Fragestellung dabei lautet: Wie kann ein Motiv der fotografischen Dokumentation von Architektur im Sinne eines eigenen Bildgedankens für den Entwurf eines Architekturbildes poetisch weitergedacht werden?

Zur Vernissage am 10. Januar, 19:00 Uhr wird herzlich eingeladen. Es spricht Prof. Thomas Will, Architekt und Denkmalpfleger, Professur für Denkmalpflege und Entwerfen, TU Dresden.

Die Ausstellung ist danach von Montag – Freitag jeweils 8:30 – 16:30 Uhr oder nach telefonischer Vereinbarung für Besucher geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Architektenkammer Sachsen
Marén Schober M. A.
Öffentlichkeitsarbeit
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