02.10.2015

Das war der Architektursommer Sachsen 2015 – Leipzig wächst? Stadt. Mensch. Umland.

Das war der Architektursommer Sachsen 2015 – Leipzig wächst? Stadt. Mensch. Umland.

Mit der gestrigen Verleihung des Architekturpreises der Stadt Leipzig zur Förderung der Baukultur ging der Architektursommer Sachsen 2015 mit einem von vielen Highlights zu Ende. In den vergangenen 15 Wochen fanden rund um das Thema "Leipzig wächst? Stadt. Mensch. Umland." fast 90 abwechslungsreiche Veranstaltungen statt. Davon allein zehn Ausstellungen an verschiedenen Orten im gesamten Stadtgebiet. Gemeinsam mit zahlreichen Partnern organisierte die Architektenkammer Sachsen nach 2008 und 2010 nun schon zum dritten Mal den Architektursommer Sachsen. Bei Architekturbesichtigungen, Vorträgen, Lesungen, Workshops, Exkursionen und Führungen tauschten sich weit über 2.000 Teilnehmer und Gäste zu ihren Ideen und Visionen rund um die Themen Architektur und Stadtplanung aus. 

Als Programmpunkt von "1000 Jahre Leipzig" bot der Architektursommer Sachsen damit zahlreiche Möglichkeiten, sich mit Architektur und Stadtplanung im Wandel der Zeiten zu beschäftigen. Viele Aspekte und interessante Fakten zum diesjährigen Architektursommer sind in dem besonders umfangreichen und inhaltlich anregenden Sonderheft der Leipziger Blätter "Leipzig wächst" nachlesbar und damit bleibend erhalten.

Impressionen und Stimmen vom Architektursommer Sachsen "Leipzig wächst? Stadt. Mensch. Umland.":

"Immer mehr Menschen zieht es nach Leipzig. Die Stadt wächst und mit ihr die Herausforderungen in allen Bereichen. Häuser und Gebäude prägen ebenso unsere Lebenswirklichkeit wie Freiflächen und Parkanlagen. Von der Innenarchitektur bis zur Planung von Verkehrswegen – das alles strukturiert unseren Alltag und prägt unser Lebensgefühl in Stadt und Land. Der Architektursommer als Plattform brachte diese 
Beiträge zur sächsischen Planungs- und Baukultur zusammen und hat Anstöße zum Weiterdenken und -handeln gegeben." resümiert Christiane Domke, Projektleiterin des Architektursommers Sachsen.

Selbst Oberbürgermeister Burkhard Jung schreibt er auf seiner Facebook-Seite: "Ich wette: 2020 werden wir 600.000 Leipzigerinnen und Leipziger sein" und glaubt damit an eine weiterhin so rasante Zunahme der Einwohnerzahlen.

Auf die Frage "in welche Richtung sich die Fakultät Architektur und Sozialwissenschaften der HTWK Leipzig in den kommenden Jahren entwickeln soll", antwortete Dekanin Prof. Annette Menting in einem PODIUM-Interview: "Wir sehen das 'K' für Kultur im Namen unserer Hochschule ganz wesentlich auch in unserer Fakultät verankert, was sich beispielsweise in Themen wie Baukultur und Kultur der Stadtgesellschaft widerspiegelt." Passend dazu stellten sich im Rahmen des Architektursommers Teilnehmer eines von der Fakultät durchgeführten Kolloquiums die Frage "Wie kommt die Gesellschaft ins Entwerfen? Partizipation – Aneignung – Urbane Intervention".

Auf Einladung des BDA Landesverbandes Sachsen zur Vernissage der Werkschau "Schöne Häuser" besprach Dr. Arnold Bartetzkys sein aktuelles Buch "Die gerettete Stadt", in dem es um die Architektur und Stadtentwicklung seit 1989 in Leipzig geht. Er empfahl unter anderem: "Man muss wieder mehr reden über städtischen Raum und zwar vor allem über das Verhältnis von privatem Raum zu öffentlichem Raum."

Ruairí O’Brien, Freier Architekt, Lighting Designer und Vorstand der Architektenkammer Sachsen fasste im Rahmen der Veranstaltung "Kunst als Motor" und der Kunstausstellung "28 TAGE Dunkel" zusammen, dass "Architekten für eine gute Stadtplanung mehr mit Künstlern ins Gespräch kommen müssen. Diese sind sehr inspirierend und Architektur ist auch eine Form von Kunst. Allerdings wird der Auftrag 'schöne Bauwerke, die die Welt inspirieren, die nachhaltig sind und den Bürgern in der Stadt eine Freude machen' neben den vielen Normen, Gesetzen und der Politik oft vergessen. Dafür bedarf es für Leipzig und Umgebung neuer Impulse für die Stadtplanung."

Bei der Tagung "Der ländliche Raum im Spannungsfeld einer wachsenden Stadt" im Rahmen des 9. Bundeskongresses Nationale Stadtentwicklungspolitik stellte Dr. Annedore Bergfeldt vom Institut für Wirtschaft- und Regionalentwicklung Ergebnisse der Wohnstudie 2014 "Anforderungsprofil an das Wohnen im Landkreis Leipzig 2025" vor. Die Zahlen belegen unter anderem, dass die "Attraktivität der Dörfer von 'funktionierender Dorfgemeinschaft' abhängt" und "neue Planungs- und Beteiligungskultur vor allem in den Dörfern erforderlich ist".

Petra Förster, Niederlassungsleiterin beim Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement, fasste zum Abschluss der Ausstellung "Die reiche sächsische Denkmallandschaft – ausgewählte Förderprojekte" mit den Worten von Friedrich Schorlemmer ein wesentliches Ergebnis des Architektursommers Sachsen treffend zusammen: "Nur mit gemeinsamem Engagement von staatlichen Einrichtungen und bürgerlichem Ehrenamt ist es zu schaffen!"

Die Architektenkammer Sachsen bedankt sich bei allen Beteiligten und darüber hinaus für jegliche Form der Unterstützung des Architektursommers Sachsen 2015. Gemeinsames Ziel der nächsten Jahre wird es nun sein, die Erkenntnisse, Ideen und Visionen aufzunehmen, fortzuführen und damit zur erfolgreichen baukulturellen Entwicklung der Stadt Leipzig und des Umlandes beizutragen.

Das gesamte Programm und einige Impressionen finden Sie unter www.architektursommer-sachsen.de


Architektenkammer Sachsen
Marén Schober M. A. 
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