28.02.2015 - 06.03.2015

Das antike Rom. Rekonstruktion – Transformation – Verklärung

Grundlagen der europäischen Architekturgeschichte

Kultur- und Baugeschichte

28.02.2015 – 06.03.2015



In Rom bleibt die Antike übermächtig präsent. Die Architekturreise beleuchtet diese Präsenz aus unterschiedlichen Gesichtspunkten. Zunächst soll anhand ausgewählter, auch weniger beachteter Beispiele (wie die Trajansmärkte oder die Diokletiansthermen) eine punktuelle Rekonstruktion des antiken Rom unternommen werden. Ein weiterer Schritt will das Nachleben der Antike in der Renaissance, dem Barock und in den 20er und 30er Jahren als stadtbildprägend illustrieren. So unterschiedlich die Antike verarbeitet wird, wirkt sie doch trotz des nachantiken Zerfalls immerzu als mächtiger Katalysator für phantasievolle Innovationen: Die über Jahrhunderte immer neu gefundene Synthese aus Tradition und Erneuerung schafft ein Gefüge einmaliger Ausstrahlung. Zur Rezeptionsgeschichte der Antike gehört auch der verklärte Blick zurück. Wenn Goethe bei seiner Ankunft in Rom ausruft, „Auch ich in Arcadien!“ (1. Ausgabe der Italienischen Reise, 1816), findet er eine scheinbar paradiesische Situation der Durchdringung von Kultur und Natur vor. Abschließend will die Reise zu Blicken führen, die diesen Eindruck noch heute einfangen.

Dr. Matthias Quast, ausgewiesener Spezialist für italienische Architekturgeschichte, hat Jahre in Rom gelebt und ist seither eng mit der Ewigen Stadt verbunden. Seine Dissertation behandelt einen römischen Villenkomplex des 16. Jahrhunderts, der Städtebau und Gartenkunst der Renaissance und des Vorbarock miteinander verknüpft. Der Rom-Kenner teilt ihnen in lebendiger und anschaulicher Weise seine Erfahrungen und seine Begeisterung mit.




Moderation:
Dr. Matthias Quast | Kulturprojekt amphitheatrum | Spoleto Heidelberg in Zus.arbeit mit dem Deutschen Architekturmuseum Frankfurt und der AKS

Ort:
Rom

Gebühr:
ohne An- und Abreise im Doppelzimmer € 1070,-/im Einzelzimmer € 1.190,-


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