19.02.2015 - 27.03.2015

Weiterbildung zur Radonfachperson

19.02.2015 – 27.03.2015



Radon als Gas ist vielen durch seine heilende Wirkung unter bestimmten Bedingungen aus Kurheilbädern bekannt. In unkontrollierter, zu hoher Konzentration ist es allerdings für den Menschen sehr schädlich und steigert das Lungenkrebsrisiko in erheblichem Maße. Aufgrund der gewonnenen Erkenntnisse über Gesundheitsrisiken von Bauwerken in Radon belasteten Gebieten sind öffentliche Einrichtungen, kommunale Wohnungsverwaltungen aber auch private Hauseigentümer daran interessiert, die vorgegebenen, europäischen Grenzwerte auch vor Inkrafttreten in den länderspezifischen Bauvorschriften einzuhalten. Deshalb ist es für Bauherren, Planer und Ausführende wichtig, die Besonderheiten für das Bauen in solchen Gebieten zu beachten und sich die nötigen Kenntnisse und Fertigkeiten zum Radonschutz anzueignen.

Die Bauakademie Sachsen bietet daher eine gemeinsam mit dem Sächsischen Staatsministerium für Umwelt- und Landwirtschaft, dem KORA e. V. und der Ingenieurkammer Sachsen entwickelte Weiterbildung zur Radonfachperson an. Inhaber dieser Qualifikation sind kompetente Ansprechpartner zur Radonsanierung in bestehenden Gebäuden und zum radonsicheren Neubau.

Nach dem erfolgreichem Bestehen der Prüfung erhält jeder Teilnehmer ein durch das Sächsische Staatsministerium für Umwelt- und Landwirtschaft anerkanntes Zertifikat der Bauakademie Sachsen, welches ihn als „Radonfachperson“ ausweist. Damit können sie sich auf der Internetseite des Sächsischen Staatsministerium für Umwelt- und Landwirtschaft und, da die Qualifikation auch in Bayern anerkannt wird, des Bayerischen Landesamtes für Umwelt in die jeweilige Liste der „Radonfachpersonen“ eintragen lassen. Eine Anerkennung in weiteren Bundesländern sowie in den Nachbarstaaten wird angestrebt.

INHALT
Der viertägige Kurs beginnt mit einem zweitägigen Theorieblock mit folgenden Themenschwerpunkten:
Grundlagen zu Radon und Strahlenschutz
Radonprävention bei Neubauten
Durchführung von Radonsanierungen
Messtechnik und Messmethoden

Der zweite Block ist eintägig und als Praxistag mit verschiedenen Übungen und Gruppenarbeiten gestaltet. Er findet zwei Wochen nach dem ersten Block statt. Hierdurch wird den Teilnehmern die Gelegenheit gegeben, sich zwischen den beiden Blöcken mit den gehörten Inhalten sowie den ergänzenden Unterlagen im Kursskript vertraut zu machen bzw. bei Bedarf bestehende Wissenslücken zu schließen. Außerdem kann diese Phase für die Durchführung eigener Radonmessungen genutzt werden.

Nach dem zweiten Block folgt wieder eine Pause von drei Wochen. In dieser Zeit erfolgt die Erstellung einer Hausarbeit. Der Kurs schließt im eintägigen dritten Kursblock mit einer schriftlichen und mündlichen Prüfung ab.




Referenten:
Dipl.-Ing. A.-K. Borowski, ö.b.u.v. Sachverständige, Sachverständigenbüro Borowski, Dipl.-Ing. H.-G. Henjes, Bergsicherung Schneeberg GmbH, Dipl.-Geol. S. Hurst, SMUL, PD Dr. M. Kreuzer, Bundesamt für Strahlenschutz, Prof. Dr. rer. nat. habil. B. Leißring, Dr. W. Meyer, Bundesinstitut für Strahlenschutz, Dr. W. Preuße, Staatl. Betriebsgesellschaft für Umwelt und Landwirtschaft, Prof. Dr.-Ing. M. Reichel, HTW Dresden, Prof. Dr. Thomas Schönmuth, Hochschule Zittau/Görlitz, Prof. Dr.-Ing. W.-R. Uhlig, HTW Dresden

Ort:
Bauakademie Dresden, Standort Dresden, Neuländer Str. 29, 01129 Dresden

Gebühr:
€ 1020,-
€ 765,-



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