20.05.2016

Gartenschau und Ökologie – ein Jahr nach der 7. Sächsischen Landesgartenschau

Freitag, 20.05.2016, 10:00–16:00 Uhr



Im letzten Jahr fand auf dem ehemaligen Güterbahnhof in Oelsnitz/Erzgebirge die 7. Sächsische Landesgartenschau statt. Ein Schwerpunkt der langfristigen Gestaltung liegt auf der Etablierung ökologisch wertvoller Pflanzengesellschaften in Form von Wiesen und Wildstauden. Im Jahr Eins nach der Gartenschau, der Trubel ist vorüber, müssen sich die dauerhaften Baulichkeiten und Pflanzungen im Alltag bewähren.
In der Veranstaltung werden die Planung für die Gartenschau und das Dauerkonzept erläutert, mit Schwerpunkt auf Pflanzenverwendung und den ökologischen Aspekten der Gestaltung und Bewirtschaftung des neuen Parks. Ein ausführlicher Rundgang durch den Park gehört zum Programm.

Der neue Park liegt auf einem langen und schmalen Bahnkörper am Rand der Ortslage Oelsnitz/Erzgebirge. Diese vor allem topographisch besondere Lage des Bahnhofs als flache, schmale Ebene in einem bewegten Gelände wird als „Linie in der Landschaft“ aufgegriffen. Dadurch entsteht ein linearer Park mit einem längs durchgehenden Hauptweg, welcher sich an den Punkten mit guter Aussicht zu dieser hinbewegt – der „Erzgebirgsbalkon“. So werden vielfältige Aussichtspunkte entlang dieser „Linie“ inszeniert und bieten Aussichten in die umgebende Kultur- und Bergbaulandschaft.
Das Bahnhofsgelände Oelsnitz lag über fast 15 Jahre brach, bevor die Bauarbeiten begannen. In dieser Zeit hatte sich eine interessante und teilweise wertvolle Sukzession entwickelt. Der Erhalt und die Weiterentwicklung besonders wertvoller, standorttypischer Vegetationsbestandteile ist Teil der Planung für die langfristige Nutzung des Parks.
Auf dem Gelände der Landesgartenschau Oelsnitz 2015 wurden auf zwei Bereichen extensive Staudenpflanzungen nach dem "Prinzip der Aspektbildner" angelegt. Das Prinzip führt das Gestaltgesetz der "Einheitlichkeit im Großen und Vielfalt im Kleinen" mit den vegetationskundlichen Erkenntnissen zusammen, dass standortbedingt in jeder Pflanzengesellschaft wenige Arten dominieren.
In den „Gleisgärten“ werden zwei miteinander verwandte Pflanzengesellschaften, die allerdings in ganz unterschiedlichen Kontinenten beheimatet sind, angepflanzt: eine zentralasiatische Steppe und eine nordamerikanische (Hochgras-) Prärie. Die „Teichlandschaft“ ist geprägt von naturnahen Pflanzengesellschaften. Die offenen Wiesenflächen sind geprägt durch Arten der heimischen Fettwiesen, am Ufer wachsen typische Wasserrandstauden.



ABLAUF:

10:00 Uhr Begrüßung, Vorstellung Entwurfskonzept Landesgartenschau, Bürger- und Familienpark
B. Birkigt, Bürgermeister Oelsnitz/Erzgebirge
Jun.-Prof. Dr.-Ing. S. Langner, Freie Garten- und Landschaftsarchitektin, Weimar/Leipzig
MSc. Dipl.-Ing.(FH) M. Rudolph, Freier Architekt, Rudolph Langner Station C23 Leipzig
11:00 Uhr Vegetationsaufnahme und die Etablierung extensiver Wildkräuter- und Blumenwiesen
Dipl.-Ing. H. Sichting, Freie Garten- und Landschaftsarchitektin, Schkeuditz
Dipl.-Ing. M. Stolle, Wildpflanzenvermehrung und Handel, Halle
12:00 Uhr Pause
13:00 Uhr Extensive Wildstauden auf der Gartenschau
Dipl.-Ing. H. Luz, Landschaftsarchitekt, LUZ Landschaftsarchitekten, bdla DWB, München
14:00 Uhr Geführter Rundgang (Ökorunde)
16:00 Uhr Ausklang, Ende der Veranstaltung



Referenten:
Jun.-Prof. Dr.-Ing. S. Langner, Freie Garten- und Landschaftsarchitektin, Weimar/Leipzig
MSc Dipl.-Ing. (FH) M. Rudolph, Freier Architekt, Rudolph Langner Station C23, Leipzig
Dipl.-Ing. H. Luz, LUZ Landschaftsarchitekten, bdla DWB, München
Dipl.-Ing. H. Sichting, Freie Garten- und Landschaftsarchitektin, Schkeuditz
Dipl.-Agr. M. Stolle, Saale-Saaten/Halle


Ort:
Stadthalle Oelsnitz, Rathausplatz 3, 09376 Oelsnitz/Erzgebirge

Gebühr:
€ 65,- für Mitglieder AKS, IKS und deren Mitarbeiter, Mitarbeiter öffentlichen Dienst
€ 40,- für ermäßigte Architekten und Ingenieure, Studenten
€ 100,- für Gäste



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