Imaginäre Bildräume

Ergebnisse des Seminars »Fotografie und Architektur« der Fakultät Architektur, TU Dresden

Ausstellung vom 10. Januar bis 18. Februar 2013

Impressionen der Vernissage am 10. Januar 2013

Darstellungslehre TUD Anku  ndigungbild Ausstellung AK 2013
Studienarbeit an der Professur für Darstellungslehre, 2012, Bild: Henrik Dutz

Wie kann Fotografie innerhalb der Architekturausbildung dazu genutzt werden, den Blick der Studierenden auf die gebaute Umwelt zu vertiefen? Eine Herausforderung besteht darin, die dreidimensionalen Eigenschaften von Architektur in zweidimensionalen Abbildungen darzustellen. Durch den fotoarchitektonischen Blick werden wesentliche Aspekte von Architektur »ins Bild« gesetzt. Fotografie qualifiziert sich damit als ein analytisches Werkzeug, welches auch zum Entwerfen genutzt werden kann.

Die Professur für Darstellungslehre der Architekturfakultät der TU Dresden zeigt Studentenarbeiten des Seminars »Fotografie und Architektur« von Dipl.-Ing. Till Schuster aus dem Sommersemester 2012. Ein Ausstellungsteil umfasst dokumentarische Arbeiten über zwei geschichtsträchtige Orte in Dresden. Es werden sowohl Aufnahmen vom Areal des Lahmann-Sanatorium auf dem Weißen Hirsch als auch vom Fritz-Förster-Bau der TU Dresden gezeigt. Beide Orte werden in naher Zukunft massiv umgebaut. Der Fritz-Förster-Bau (1922-26, Architekt Martin Dülfer), die ehemalige Chemiefakultät, wird zurzeit dekontaminiert. Für das frühere Lahmann-Sanatorium (1888-1914) ist eine Wohnnutzung geplant. Aus der Sicht des Architekturstudenten gilt es, den Geist der historisch bedeutsamen Orte aufzuspüren und festzuhalten.

Fotografie ermöglicht auch eine interpretative Bild-Findung. In diesem Zusammenhang zeigt ein zweiter Teil der Ausstellung die Transformation von Fotografien zu Bild-Erfindungen. Durch digitale Bearbeitung werden aus den vorhandenen Fotografien architektonische Bildmotive collagiert. Die Fragestellung dabei lautet: Wie kann ein Motiv der fotografischen Dokumentation von Architektur im Sinne eines eigenen Bildgedankens für den Entwurf eines Architekturbildes poetisch weitergedacht werden?

Till Schuster, Professur für Darstellungslehre, Fakultät Architektur, TU Dresden

 

Nachfolgende Ausstellung: 

Galerie im Gang, im Gerber-Bau der TU Dresden,
25. Februar – 19. April 2013
Mo – Fr. 9 – 20 Uhr