22.01.2015

Zum Tod von Hermann Kokenge

Das war keine gute Nachricht, die uns kurz nach Weihnachten erreichte: Prof. Hermann Kokenge am 25. Dezember 2014 verstorben, im fünfundsechzigsten Lebensjahr und krankheitshalber, wie alle wissen, die mit ihm zu tun hatten. Wir verlieren einen hoch verehrten Kollegen, Landschaftsarchitekt und Hochschullehrer. Einen der nicht zu Zahlreichen aus unseren Reihen, die sich Anforderungen, die über die eigene Tätigkeit als Entwerfender und Planer hinausgehen, in besonderem Maß stellten. Nach dem Diplom als Landschaftsarchitekt und verschiedenen beruflichen Stationen, zuletzt seit 1985 als Gartenbaudirektor der Stadt Köln, wurde der gelernte Gärtner 1993 als Professor für Landschaftsarchitektur an die TU Dresden berufen. Seit 1996 Direktor des Institutes für Landschaftsarchitektur begleitete er von 1997 bis 2000 das Amt des Dekans der Fakultät Architektur der alma mater dresdensis. Von 2000 an als Prorektor für Wissenschaft tätig, wurde er im Jahr 2003 als Rektor der TU Dresden gewählt. 2006 erneut für drei Jahre gewählt, war ihm diese Möglichkeit im Jahr 2009 aufgrund einer Änderung im sächsischen Hochschulrecht verstellt. In verschiedenen Nachrufen wird Hermann Kokenge sicher zu Recht als Vater der Exzellenzuniversität TU Dresden benannt. Bedauerlich bleibt allein der mit seinem Ableben verbundene Grund für diese späte Würdigung.
Die Vertreterversammlung der Architektenkammer Sachsen berief im Jahr 2011 nach Gründung der Stiftung Prof. Hermann Kokenge als Stiftungsrat der Stiftung Sächsischer Architekten. Dass ihn der Stiftungsrat kurz darauf einstimmig als seinen Vorsitzenden wählte, sei der Vollständigkeit halber erwähnt. Hermann Kokenge hat seine ganze reiche Erfahrung in die Arbeit der Gremien unserer eher noch im Aufbau befindlichen Stiftung eingebracht. Sein Vermächtnis in Ehren zu halten und gleichzeitig in Aktivitäten zur Entwicklung der Stiftung umzusetzen, das ist Verpflichtung und zugleich Anspruch für Stiftungsrat und Stiftungsvorstand.
Unsere Anteilnahme gilt seiner Witwe und den Kindern.

Alf Furkert, Vorsitzender Stiftungsvorstand