02.06.2016

"Architektur macht Schule" - Präsentation der Projektergebnisse 2015/2016

Schüler laden gemeinsam mit ihren Architekten ein

"Architektur macht Schule" hieß es in diesem Jahr für vier verschiedene Projektgruppen an Sächsischen Schulen. Zum dritten Mal hat die Stiftung Sächsischer Architekten das neue Projekt zur Architekturvermittlung erfolgreich durchgeführt. Ziel ist die Integration des Themas in den Schulunterricht und die stärkere Einbindung von externen Experten aus der Praxis. 

Wir laden recht herzlich zur diesjährigen Abschlussveranstaltung am 8. Juni, 11:00 bis 13:00 Uhr in das Haus der Architekten, Goetheallee 37 in Dresden ein. Die Schüler präsentieren gemeinsam mit ihren Architekten und Lehrern die vielfältigen Ergebnisse. 

Die Teams aus je einer Schule und einem Architekten erschlossen sich im laufenden Schuljahr je ein Gebäude oder einen Architekturkomplex. Ergänzend zur theoretischen Annäherung konnten sich die Schüler auch praxisorientiert und künstlerisch mit den Objekten auseinandersetzen. Lassen Sie sich nun von den Akteuren zeigen, wie manArchitektur jenseits der bekannten Muster auf anspruchsvolle und unterhaltsame Art erklären und vermitteln kann.

Die Schüler des Vertiefungskurses Kunst der Oberschule Westerzgebirge in Bad Schlema befassten sich in ihrem Projekt mit dem Raumprogramm einer Turnhalle. Dazu besuchten sie ein gebautes Beispiel und analysierten gemeinsam mit dem Architekten dessen Stärken und Schwächen. Die für eine Turnhalle erforderlichen Räume ordneten sie anschließend in einem Funktionsschema an und gruppierten diese in Form von vereinfachten Quadern zu einem Modell. Durch immer neues Zusammenstellen konnten verschiedene Varianten ausprobiert werden. Die Schüler beschäftigen sich dabei mit den Gegenbenheiten und den Erfordernissen einzelner Räume und setzten sich mit dem Thema Entwerfen auseinander. 

In der Wilhelm-Tempel-Schule beschäftigten sich die Grundschüler mit ihrem Heimatort Niedercunnersdorf. Die Kinder überlegten zunächst, was sie in ihrem Ort besonders zeigenswert finden. Sie entwarfen eine Route für eine Stadtführung und gestalteten so selbst die "Einführungsstunde" für die beiden Architektinnen. In der weiteren Beschäftigung wurden die vorherrschenden Farben und Materialien der Gebäude in der Gemeinde gesammelt. Im Experiment erforschten die Schüler schließlich verschiedene orstbildprägende Konstruktionsarten und lernten so die typischen Bauweisen ihrer Heimatregion und deren Entstehungsgeschichte kennen. 

Der Grundkurs Philosophie des Pestalozzi-Gymnasiums Rodewisch lernte mit Hilfe des Projektes einen philosophischen Ansatz zur Rezeption von Kunst und Architektur kennen. In einer Exkursion nach Chemnitz wurden mit der Villa Esche, dem Museum Gunzenhauser und der Straße der Nationen drei Beispiele aus verschiedenen Epochen des 20. Jahrhunderts besucht. Im Unterricht erarbeitete, philosophische Erklärungsmodelle wurden auf das Gesehene angewendet. Ziel war es, die drei Architekturbeispiele mit den kennengelernten Erklärungsmodellen auf neue Art zu betrachten und in Zusammenhang zu den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen zu setzen. Als Produkte ihrer Auseinandersetzung erarbeiteten die Schüler ein Lernvideo, einen Weblog und ein Hörfeature, die bei der Abschlussveranstaltung präsentiert werden. 

Die Zehntklässler des Kreuzgymnasiums in Dresden beschäftigten sich in ihrem Projekt mit den Grenzen innerhalb ihrer Stadt. Dazu wurden einzelne Stadtteile untersucht und deren Entstehungsgeschichte sowie die politischen und sozialen Rahmenbedingungen recherchiert. Mit Hilfe von Schwarzplänen arbeiteten die Schüler typische Stadträume und Strukturen ihres jeweiligen Stadtteils heraus. Schließlich analysierten sie einen typischen Grundriss in ihrem Stadtabschnitt, um die ursprüngliche Aufteilung und Nutzung zu erforschen. Die Ergebnisse wurden mit aktuell vorhandenen Strukturen, Nutzungen und den Erfahrungen der heutigen Bewohner in Beziehung gesetzt. Auf diese Weise stellten die Schüler Unterschiede der einzelnen Stadtteile untereinander und die auf den ersten Blick unsichtbaren Grenzen innerhalb der Stadt dar.

Um eine kurze Rückmeldung zur Teilnahme an info@stiftung-saechsischer-architekten.de wird für eine bessere Planung gebeten!

Informationen zum Projekt "Architektur macht Schule"

Für Rückfragen stehe ich gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen 
Marén Schober
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit


Stiftung Sächsischer Architekten
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