HOAI 2013

HOAI: EU-Kommission verklagt Deutschland
Klageschrift beim Bundeswirtschaftsministerium eingegangen

Die Europäische Kommission geht den letzten Schritt in dem bereits 2015  eingeleiteten Vertragsverletzungsverfahren und verklagt die Bundesrepublik Deutschland vor dem Europäischen Gerichtshof wegen der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI). Aus Sicht der Kommission behindert die HOAI die Niederlassungsfreiheit durch ihre verbindlichen Mindestsätze. Die HOAI sichert nach Meinung der Bundesregierung mit ihren Mindestsätzen die Planungsqualität.  Gäbe es diese nicht, so die EU-Argumentation, würden sich mehr aus- und inländische Büros in Deutschland niederlassen. Dies komme der Wirtschaft und dem Wettbewerb zugute. Kammern und Verbände unterstützen hingegen die Position der Bundesregierung.

Barbara Ettinger-Brinckmann, Präsidentin der Bundesarchitektenkammer (BAK), wies darauf hin, dass dieser Schritt der Kommission zwar bedauerlich, aber zu erwarten war: “Wir bleiben bei unserer Linie. Die Bundesregierung ist auf das Klageverfahren gut vorbereitet. Wie vor kurzem das OLG Naumburg gehen auch wir davon aus, dass die HOAI auch vor dem EuGH bestehen wird.“

Architektenkammer Sachsen setzt sich für Erhalt der HOAI ein!

Die Europäische Kommission hat am 18.06.2015 ein Vertragsverletzungsverfahren gegen die Bundesrepublik Deutschland und fünf weitere Mitgliedstaaten der EU eingeleitet, darunter Spanien und Österreich. Zur Begründung führt die Europäische Kommission im Wesentlichen an, dass verschiedene nationale Vorschriften der betroffenen Mitgliedstaaten unverhältnismäßige und nicht gerechtfertigte Hindernisse im Bereich der freiberuflichen Dienstleistungen beinhalten und damit gegen die EU-Dienstleistungsrichtlinie verstoßen könnten.

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Petition

Mit einer Petition »Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) verteidigen« wendet sich die Bundesarchitektenkammer an die Bundesregierung
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Pressemeldungen

Interview mit BAK-Präsidentin Barbara Ettinger-Brinckmann zum Thema HOAI und Vertragsverletzungs-verfahren der EU-Kommission vorab im Online-Auftritt des Deutschen Architektenblatts nachzulesen

Pressemitteilung der BAK vom 27. Juli 2015

Architektenhonorar: EU will Basar eröffnen, Kammerpräsidentin: „Beabsichtigte Deregulierung führt ins Kosten-Chaos“
Pressemitteilung der BAK vom 16. Juli 2015

Bundestag: Koalitionsfraktionen stützen Honorarordnungen der Freien Berufe  Vertragsverletzungsverfahren der EU-Kommission richtet sich auch gegen die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure 
Pressemitteilung der BAK vom 3. Juli 2015

EU leitet Vertragsverletzungsverfahren gegen Honorarordnung für Architekten und Ingenieure ein
Pressemitteilung der BAK vom 19. Juni 2015

Unzureichende Einhaltung der Dienstleistungsrichtlinie bei reglementierten Berufen – Kommission leitet gegen sechs Mitgliedstaaten Vertragsverletzungsverfahren ein 
Pressemitteilung der Europäischen Kommission vom 18. Juni 2015 (PDF)



7. Novelle der Honorarordnung der Architekten und Ingenieure
am 17. Juli 2013 in Kraft getreten

Die 7. Novelle der Honorarordnung der Architekten und Ingenieure (HOAI) wurde am 16. Juli 2013 im Bundesgesetzblatt Nr 37 veröffentlicht. 

Die Novelle umfasst Korrekturen im Allgemeinen Teil, modernisierte Leistungsbilder, neue Regelungen für das Planen im Bestand und neuberechnete Honorartabellen. Honorargrundlage für das Planen im Bestand wird wieder der Umfang der mitzuverarbeitenden Bausubstanz. Entsprechend kann der Umbauzuschlag mit maximal 33 % angesetzt werden. Die Honorare steigen in allen Leistungsbildern im Schnitt um etwa 17 Prozent gegenüber der HOAI 2009 an. Besondere Schwerpunkte wurden im Bereich Termine und Kosten gesetzt. Die neue HOAI entlastet die Auftraggeber bei einer Vielzahl von Verpflichtungen, vorwiegend im Bereich der Vergaben.

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Die Software zur rechtssicheren Honorarberechnung nach HOAI 2013 für Windows XP/Vista/7/8, DVD-ROM, Handbuch

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