Nils M. Schinker
Die Gartenstadt Hellerau 1909–1945

 

 

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Stadtbaukunst, Kleinwohnungsbau, Sozial- und Bodenreform Hellerau ist in die Baugeschichte als erste deutsche und dem englischen Vorbild am meisten entsprechende Gartenstadt eingegangen. Von den reformorientierten Protagonisten um den Möbelfabrikanten Karl Schmidt, den Architekten Richard Riemerschmid sowie den Werkbund-Geschäftsführer und Kulturförderer Wolf Dohrn wurde Hellerau im Sinne einer Mustersiedlung des Deutschen Werkbundes entwickelt. Es blieb ein unvollendeter städtebaulicher Torso und wurde dennoch zum Mythos verklärt. Obwohl häufig das Scheitern dieser Utopie beschworen wurde, gilt Hellerau als ein Laboratorium moderner Stadtplanung, typisierten Kleinwohnungsbaus und gemeinnütziger Bodenpolitik – Gesamtkunstwerk und Experiment zugleich. Die Arbeit untersucht detailliert über den Zeitraum von der ersten Idee um 1905 bis zur Unterschutzstellung als Kulturdenkmal in den 1950er Jahren die Umsetzung von Stadtbaukunst und Wohntypologien sowie den Anspruch und die Auswirkung des sozial- und bodenreformerischen Programms.

504 Seiten, 637 teils farbige Abb., 24 x 30 cm, Festeinband, Erschienen 22.01.2014, ISBN 978-3-95498-066-6, 79,00 EUR