Immobilien zum Arbeiten und Leben in Leipzig

Spannende Entwicklung von Gewerbeimmobilien als Wirtschaftsfaktor

Ausstellung vom 15. Januar bis 8. Februar

Immobilien-US.neu Layout Bilder 72

Mit der Publikation „Immobilien zum Arbeiten und Leben in Leipzig“ stellt der art.media Verlag aus der Messestadt den zweiten Band seiner Städtebau-Reihe „Vielfalt und Veränderung“ vor. Initiator ist erneut der Verein Kunst+Projekte e.V. (Joachim Poznanski), der das Projekt dem 25. Jahrestag der Friedlichen Revolution gewidmet hatte. Das Buch ist zudem Katalog zur gleichnamigen Ausstellung, die ihre Premiere im Haus der Architekten in Dresden erleben wird. Hier kann vom 15. Januar bis 8. Februar 2015 anhand von repräsentativen Beispielen auf rund 30 Ausstellungstafeln die Entwicklung von Infrastrukturprojekten bis zu Gewerbeansiedlungen in den letzten 25 Jahren nachvollzogen werden. Der vor zwei Jahren erschienene erste Band „Neues Wohnen in Leipzig“ war auch schon als Ausstellung im Haus der Architekten zu sehen.


Im Vorwort des Begleitbuches stellt der Bürgermeister und Beigeordnete für Wirtschaft und Arbeit, Uwe Albrecht, fest: „Am besten lassen sich die Erfolge der Leipziger Wirtschaft daran ablesen, dass es in den zurückliegenden Jahren gelang, mit energischen Anstrengungen vom etablierten Kleinbetrieb bis zum internationalen Marktführer seit 2005 mehr als 33.000 neue Arbeitsplätze zu schaffen“. Von der Erschließung neuer Gewerbestandorte und Großprojekte wie z. B. das BMW-Werk bis zur Umnutzung von Industriebrachen, deren Bausubstanz noch wesentlich aus dem 19. Jh. stammt wie anhand des Beispiels der „Spinnerei“, die heute international beachteter Kreativstandort ist, reicht die thematische Spannweite, die im Buch auf über 220 Seiten beleuchtet wird. Vorrangig werden zwar die Erfolge aufgezeigt, die dank einer auf Zukunftsbranchen gerichteten Ansiedlungspolitik der sogenannten Cluster erzielt wurden, aber auch Fehler der Vergangenheit und noch vorhandene Defizite werden nicht ausgespart. Zu Wort kommen Stadtplaner, die bis heute die Entwicklung der dynamischen westsächsischen Metropole zukunftsorientiert mitgestalten. Besonders erfolgreich haben sich die Automobil- und Zulieferindustrie, die Kreativwirtschaft und die Biotechnologie entwickelt. Leipzig hat ebenso wie alle Kommunen in Ostdeutschland einen Schrumpfungsprozess erlebt, der seit Anfang des neuen Jahrtausends von einem starken Bevölkerungszuwachs abgelöst wurde. Deshalb werden auch Aspekte anderer Bereiche wie Kindertagesstätten, Schulen, Handel und Versorgung, ÖPNV und Kultureinrichtungen beispielhaft vorgestellt.

Mit der Publikation (ISBN-Nr. 978-3-00-047575-7) erhalten nicht nur an Baukultur Interessierte sondern auch die vor Herausforderungen in diesem Bereich stehenden Projektentwickler, Planer und Architekten eine Vielzahl von Anregungen für die eigene Arbeit.

Bernd Görne