Low Tech High Rise – Die Erotik der Masse

Ausstellung vom 25. August bis 19. September 2016


Kostenfreie Fortbildungsveranstaltung am 25. August 2016, 14:00 – 18:00 Uhr

Mehrgeschossiger Wohnungsbau mit Ziegeln
Einlass ist ab 13:00 Uhr mit leckeren Kleinigkeiten

Programm und Anmeldung


Vernissage am 25. August, 18:30 Uhr

Begrüßung Alf Furkert, Präsident der Architektenkammer Sachsen

Finissage am 15. September, 18:30 Uhr 
Galeriegespräch zum Thema »Low Tech High Rise – Die Erotik der Masse«
Gastprof. Armin Behles (Büro Behles & Jochimsen), TU Darmstadt im Gespräch mit Dr.-Ing. Tom Schoper, TU Dresden, Fakultät Architektur, Institut für Grundlagen der Gestaltung und Darstellung und Nils Buschmann, Architekturbüro ROBERTNEUN, Berlin

Interview mit Gastprofessor Armin Behles (TU Darmstadt) 

„Nachhaltiges Bauen ist einfaches Bauen!“ Architekturstudenten der TU Darmstadt unter Leitung von Gast-
professor Armin Behles hatten die Aufgabe, diese These im Rahmen eines Wettbewerbs mit Entwürfen zur innerstädtischen Verdichtung zu belegen.

Vom 25. August bis 19. September werden die Preisträgerarbeiten im Haus der Architekten zu sehen sein. Hintergrund des Wettbewerbs: Die Ausloberin Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte (WBM) wollte ihre Standorte in Berlin-Friedrichshain weiterentwickeln und zügig neuen Wohnraum schaffen.

Die Studenten widmeten sich deshalb punktförmigen Hochhäusern mit zeitgemäßenWohnformen. Prof. Behles legte bei der Materialauswahl großen Wert auf Nachhaltigkeit, Ökologie und Recyclebarkeit. Das war aus-
schlaggebend für die Planung monolithischer Konstruktionen aus perlitverfüllten Poroton-Ziegeln von Wienerberger. In Verbindung mit mineralischen Putzen entstehen dauerhafte, ökonomisch sinnvolle sowie attraktive Gebäude. Die Studenten machten die Erfahrung, dass gebrannter Ton auch im Hochhausbau seine Leistungsfähigkeit in puncto Statik, Wärme- und Schallschutz unter Beweis stellt, sofern man die Regeln des Lastabtrages berücksichtigt. Die Entwürfe zeigen, dass dies durchaus mit gestalterischer Vielfalt vereinbar ist. 

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Elf Preisträgerprojekte zu Punkthochhäusern aus Ziegeln sind in Dresden zu sehen. Grundrisse und Schnitte ergänzen die Präsentation. Die Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte hatte diesen Wettbewerb ausgelobt. Die Modelle stehen auf Stelen aus verfüllten Poroton-Ziegeln. Foto: WBM / Claudius Pflug
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Der dritte Preis ging an Marian Brzezina für seinen „Studenten-Tower an der Mollstraße“. Die Jury lobte den disziplinierten und zugleich dynamischen Entwurf. Foto: TU Darmstadt /Marian Brzezina


Großmaßstäblicher Wohnungsbau

Pro Haus standen jeweils 400 Quadratmeter Fläche zur Verfügung. Um sie optimal zu überbauen, sahen die Planungen einen meist innenliegenden Erschließungskern mit ringförmig angeordneten Wohnungen vor. Die Sockelbereiche dienen komplementären Nutzungen wie Läden, Gastronomie oder Kindertagesstätten. Berlin-Friedrichshain war ein spannender Ort für Behles und die Studenten. Hier prägt großmaßstäblicher Wohnungsbau aus mehreren Jahrzehnten das Bild. Auch das Punkthochhaus hat hier Tradition.

Mit der Qualität der Einreichungen zeigte sich auch die Wohnungsbaugesellschaft sichtlich zufrieden und vergab den hauseigenen Award für experimentelle Raumgestaltung an das Studententeam Lucas Bickert und Martin Koleda. Deren und weitere Preisträgerarbeiten sind in der Architekturgalerie zu sehen.

Kooperationspartner für Dresden sind die Architektenkammer Sachsen, die Firmen Weber Saint-Gobain und Wienerberger mit dem Team des Wienerberger Projekt Managements (WPM), das auf die Beratung zur Planung von Mehrgeschossern spezialisiert ist.