Kurt Milde

Mit dem Nachlass von Kurt Milde (1932-2007) gelangten Archivalien eines bedeutenden Wissenschaftlers, Hochschullehrers und Architekten des 20. Jahrhunderts in das Archiv der Stiftung Sächsischer Architekten. Nach dem Studium der Architektur (1950-1957) an der TH Dresden wurde er an dieser Hochschule Assistent und Oberassistent am Lehrstuhl von Professor Georg Münter, wo er 1957 über „Die Rezeption antiker Formen in der bürgerlichen Architektur“, mit der er 1967 promovierte. 1964 übernahm er die Vorlesungen im Fach Baugeschichte. Nach einer Praxistätigkeit von 1967 bis 1969 als Projektleiter im Industrieprojektierungsbetrieb Dresden Süd kehrte er als Dozent für Theorie und Geschichte der Architektur an die TU Dresden zurück. Dort habilitierte er 1973 mit dem Thema „Zur historischen Entwicklung der gesellschaftlichen Funktion architektonischer Umwelt“. Im gleichen Jahr wurde Kurt Milde zum ordentlichen Professor für Theorie und Geschichte der Architektur an die TU Dresden berufen. Es war Kurt Mildes besonderes Anliegen, geschichtliche und theoretische Kenntnisse mit praktischer Tätigkeit zu verbinden. Neben den Fächern Architekturtheorie und Baugeschichte widmete er sich mehr und mehr dem denkmalpflegerischen Entwurf.