Eckhard Bendin – Facetten eines Werkes

Vernissage am 14. September, 19:30 Uhr 

Ausstellung vom 14.09. bis 30.10.2017

Begrüßung: Oliver Stolzenberg, Vorstand AKS 
Zur Ausstellung spricht: Prof. Dr. Ralf Weber, TU Dresden, Fakultät Architektur, Institut Gebäudelehre & Entwerfen, Lehrstuhl Raumgestaltung

Die Ausstellung widmet sich dem Werk des Dresdner Künstlers und Hochschullehrers Eckhard Bendin, Jahrgang 1941, der über drei Jahrzehnte an der Fakultät Architektur der Technischen Universität Dresden wirkte und sich nicht nur als Privatdozent für Gestaltungslehre, sondern auch als Farbwissenschaftler, Autor und Herausgeber sowie als Gründer und Kurator Verdienste erwarb. So legte er z.B. mit der 1992 gegründeten interdisziplinären Tagungs- und Publikationsreihe »Dresdner Farbenforum« und dem Aufbau der fachübergreifenden »Sammlung Farbenlehre« einen Grundstein zum heutigen Netzwerk Farbe + Licht an der TU Dresden.

Bereits während des Architekturstudiums in Weimar (Diplom 1968) wandte sich Eckhard Bendin besonders bildnerischen Anliegen zu. Als Schüler von Siegfried Tschierschky, Horst Michel und Gottfried Schüler beteiligte er sich zunehmend an bildnerischen Aufgaben, so dass er 1970 als »Bauplastiker« in den Künstlerverband aufge-nommen wurde. Es folgte ein Jahrzehnt als Formgestalter sowie als Leiter des Büros für architekturbezogene Kunst in Erfurt bis zu seiner Berufung als Künstlerischer Oberassistent nach Dresden.

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Mit der Übernahme der Lehraufträge für Farben- und Formenlehre (1983–2006), Bauplastik (1985–1993) und Visual Art (1995–2006)
wurde sein Wirken in Dresden für mehrere Generationen junger
Architekten prägend. In diese Zeit fallen auch Entwürfe für bauge-
bundene Kunst, nach der Emeritierung Beteiligungen an Ausstellungen
konkreter Kunst.

In den letzten Jahrzehnten machte sich Eckhard Bendin zunehmend
als Autor und Herausgeber sowie als Kurator von Ausstellungen und
Symposien zur Farbenlehre einen Namen, ebenso mitwirkend in Gremien
und Forschungsprojekten (z.B. im Kuratorium des Deutschen Farben-
zentrums sowie am BMBF-Projekt FARBAKS).

Bendin fasste 2010 seine Erfahrungen in einer dreiteiligen Anthologie »Zur Farbenlehre« zusammen – 2014 auch im Selbstverlag ‚edition bendin‘ neu herausgegeben – einem Kompendium von Studien, Modellen und Texten, ergänzt durch Lehrtafeln und Kreiselscheiben, das Auskunft gibt über ein außerordentlich facettenreiches wissenschaftliches, didaktisches und künstlerisches Werk.

Ausstellungsplakat (PDF)

www.bendin-color.de