Arbeitskreis Honorar- und Vertragswesen

Mit Klangschale und Redekreis zum besseren Dialog

Gelungene Auftaktveranstaltung zur Verhandlungs- und HOAI-Kultur

Den Referenten gelang es dabei einen Bogen zu spannen von fachlich und praktisch aktuellen Themen hin zu einer effektiveren Kommunikation zwischen den an einem Projekt beteiligten Vertragpartnern aber auch unter den Mitarbeitern im Büro.

Martin Meiler, Freier Architekt, Vorstand AKS und ö.b.u.v. Sachverständiger für Honorare für Architektenleistungen, hatte in seinem Vortrag über die Entstehung häufiger Konfliktsituationen die beiden Thesen aufgestellt »Typische Konflikte zwischen Bauherrn und Architekten erwachsen häufig daraus, dass über den konkreten Bauherrenwunsch zu wenig kommuniziert und/oder keine ausreichende Dokumentation angefertigt wird und weiterführende Leistungen voreilig erbracht werden.« und »Typische Konflikte zwischen Bauherrn und Architekten erwachsen häufig daraus, dass das Berufsbild ‚Architekt’ mit den berufstypischen Pflichten fehlinterpretiert wird.«

Nach dem Vortrag »Dialog in Unternehmen und Organisationen« von Dr. Heidemarie Wünsche-Piétzka vom institut dialog transnational erlebten die Teilnehmer in Redekreisen, dass man mit einfachen Grundregeln der Kommunikation einen besseren Dialog und damit auch ein besseres Miteinander in der täglichen Praxis erreichen kann. Inwieweit man dabei eine Klangschale, die für angenehme Entschleunigung und einen wertvollen Moment der Ruhe im hektischen Alltag sorgt, oder auch Hilfsmittel wie ein Redesymbol einsetzt, bleibt natürlich jedem selbst überlassen. Ziel sollte es jedoch für alle sein, die persönlichen kommunikativen Kompetenzen weiter zu entwickeln.

Ein ganz wichtiges Stichwort ist dabei auch Empathie. Ein Teilnehmer merkte in der Abschlussrunde erfreut an, dass er in dieser Veranstaltung das erste Mal erlebt hat, dass Architekten über ihre eigenen Gefühle sprechen. Architekten betreiben ihren Beruf mit viel Leidenschaft und brennen für ihre Entwürfe. Und auch die Bauherren nehmen ambitioniert ihre Projekte in Angriff. Diese Energien gilt es im Projektverlauf zu bewahren und zu nutzen, um gemeinsam beste Ergebnisse zu erzielen. Ein intensiver Dialog kann hierzu wesentlich beitragen. Kommunikations-Kompetenzen – das zeigte das Seminar deutlich - kann und sollte man gezielt (wieder) erlernen und einbringen.

Das Moderatorenduo Martina Kasparetz-Kuhlmann, Freie Garten- und Landschaftsarchitektin, Leiterin Arbeitskreis Honorar- und Vertragswesen, und Thomas Strauch-Stoll, Freier Architekt/Freier Stadtplaner, Mitglied Ausschuss Wettbewerb und Vergabe, führte nicht nur durch die gesamte Veranstaltung, sondern brachten am Ende die Teilnehmer, Kommunikationsfäden und Ergebnisse in einer gemeinsamen Runde wieder zusammen. Denn insbesondere die Möglichkeit zum gemeinsamen Austausch stand schließlich im Mittelpunkt der Veranstaltung und wurde unterstützt durch die entspannte Atmosphäre auch rege genut

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