27.03.2023

Die bdia Landesverbände Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ziehen nun an einem Strang

Text: Sibylle Kasel, Vorstand AKS
Der Zusammenschluss der bdia Landesverbände Sachsen, Sachsen-Anhalt und nun auch mit dem Landesverband Thüringen ist seit dem 20. Mai 2022 endgültig vollzogen. Es war kein leichter Weg dorthin. Die drei Länder sind flächenmäßig relativ groß und die persönlichen Treffen dadurch immer mit viel Zeit und Aufwand verbunden. Dennoch nach Abwägung aller Vor- und Nachteile in vielen Gesprächsrunden konnten sich die Mitglieder aller drei Länder einigen und diesen Schritt beschließen, nachdem dieser vorher mit dem Präsidium des bdia unter Leitung der Präsidentin Pia Döll und dem bdia Bundesrat abgestimmt worden war.
Nach der Wende 1991 gründeten sich die bdia Landesverbände der Ostdeutschen Länder. Jedes neue Bundesland besaß zunächst einen eigenständigen Landesverband, wie dies zu diesem Zeitpunkt auch in den alten Ländern der Fall war. Ab 2005 kam es zur Fusion zwischen Sachsen und Sachsen-Anhalt, um gemeisam stärker die gemeinsamen Interessen im Bund zu vertreten. Zusätzlich gab es auch Fusionsbestrebungen, welche den Zusammenschluss mit Thüringen betrafen. Allerdings hat das nun doch noch einige Jahre gebraucht.

Die Mitglieder aller drei Landesverbände wurden am 20. Mai 2022 zu einer geheimen Wahl aufgerufen, um einen neuen Vorstand zu wählen, welcher möglichst alle Interessen der verschiedenen Regionen für den bdia Mitteldeutschland gleichermaßen vertreten soll. Dies ist fast ein historisches Ereignis zu nennen, da die Wahl beinahe genau 70 Jahre nach der Gründung des bdia Bundesverbandes im Mai 1952 stattfand. Der Bundesgeschäftsführer des bdia, Frithjof Jönsson, unterstützte den Wahlvorgang und begleitete diesen auch aus juristischer Sicht. Gewählt wurde der neue Vorstand wie folgt:
1. Katrin Köstler, Vorsitzende aus Sachsen-Anhalt
2. Sibylle Kasel, Stellvertretende Vorsitzende aus Sachsen
3. Frieder Kress, Stellvertretender Vorsitzender aus Thüringen 4. Katrin Reinhold, Öffentlichkeitsarbeit
5. Nicole Kindermann, Kassenführerin
6. Bernd Thomas, Kathrin Zimmermann und Sandro Neubert, Kassenprüfer:innen


Der bdia fördert und festigt seit über 70 Jahren den Berufsstand und die Berufsausübung der Innenarchitekt:innen in Deutschland. Dabei setzt er sich als Berufsvertretung seiner Mitglieder für deren Belange in der Öffentlichkeit und gegenüber Wirtschaft und Politik ein. Der bdia ist der größte Innenarchitektenverband in Europa, eine Plattform für Veranstaltungen, Fachinformationen und Erfahrungsaustausch. Er bietet seinen Mitgliedern vielfältige Serviceleistungen und Entwicklungsmöglichkeiten an.

Der Zusammenschluss unterstreicht einen kraftvollen Neustart in die neue, klimaneutrale, digitale und nachhaltig veränderte Welt, welcher den Berufsstand der Innenarchitekt:innen in seiner ureigenen Qualifikation als Fachplaner:innen im Bestand, bei Sanierungen und Umbauten, positive Lebensräume zu schaffen, fordert, motiviert und weiter qualifiziert.

Inzwischen ist nun schon wieder einige Zeit vergangen und der neue Vorstand konnte bereits seine Aktivitäten deutlich verstärken. So wurden bereits im letzten Herbst im Nachgang zum Mitteldeutschen Architektentag eine Mitgliederversammlung mit Besichtigungstour durch die Baumwollspinnerei und durch die immersive Ausstellung »Tübke Monumental« im Kunstkraftwerk in Leipzig veranstaltet. Weiter konnte der »SALON bdia Mitteldeutschland« als digitales Medium für die Vernetzung gemeinsamer Interessen ins Leben gerufen werden, der alle zwei Monate, jeweils am ersten Dienstag des Monats, 18:00 Uhr als Videokonferenz stattfindet.

Am 31. März 2023 ist der Besuch im Haus Rabe, einem Kleinod im Stil der klassischen Moderne, und eine Führung durch das Kap Zwenkau geplant. Diverse andere Veranstaltungen sind in Vorbereitung, die immer auch eine Plattform für berufspolitische Belange und Diskussionen sein werden unter dem Leitspruch: »Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen« (Aristoteles)
In diesem Sinne ist dem bdia vor allem die Verzahnung mit den Architektenkammern sehr wichtig, denn gemeinsam lassen sich die Interessen besser verfolgen. Zudem sind beide Institutionen an einer Steigerung ihrer Mitgliederzahlen interessiert, um auch so die Sichtbarkeit des Berufsstandes zu erhöhen.

MEHR: www.bdia.de