Gestaltung des Messestandes der AKS Realisierungswettbewerb nach RPW 2013

Zur feierlichen Preisverleihung wird am 21. Juni 2018, 18:00 Uhr ins Haus der Architekten eingeladen. Die Ausstellung mit allen Wettbewerbsbeiträgen ist anschließend bis zum 6. Juli 2018 hier zu sehen.

Realisierungswettbewerb nach RPW 2013

Der Messeauftritt der Architektenkammer Sachsen soll neu gestaltet und damit aufgewertet werden. Dafür lobte die AKS einen RPW-Wettbewerb aus. Zugelassen waren Mitglieder der AKS der Fachrichtungen Architektur und Innenarchitektur bis zur Vollendung des 45. Lebensjahres. Ziel ist es, durch ein zeitgemäßes und selbstbewusstes Auftreten die Außenwirkung und Wahrnehmung von Architekten, Innenarchitekten, Landschaftsarchitekten und Stadtplanern in der Öffentlichkeit zu verbessern, das Berufsbild und dessen Kompetenzen zu präsentieren und gleichzeitig die Innenwirkung durch Akzeptanz und Identifikation bei den Kammermitgliedern zu erhöhen sowie verstärkt jüngere Kolleginnen und Kollegen zur aktiven Mitarbeit anzuregen.

Am 24. April 2018 erfolgte die Jurierung durch ein fachkundiges Preisgericht bestehend aus den Fachpreisrichtern und Vorstandsmitgliedern Sybille Kasel, Freie Innenarchitektin, Leipzig, Ines Pöschmann-Panzer, Freie Architektin, Schlettau und Oliver Stolzenberg, Freier Architekt, Dresden, dem Stellvertretenden Fachpreisrichter Clemens Woltereck, Freier Architekt, Leipzig, den Sachpreisrichtern Simon Bonnen, Künstlerischer Mitarbeiter, Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle und Filiz Vosgerau, Architektin, Geschäftsführerin VAVONA GmbH, Radeburg sowie den Sachverständigen Beratern Andreas Leipold, Freier Architekt, Leipzig und Hans-Hinrich Pein, Freier Architekt, Dresden.

Vergeben wurden: 

1. Preis: Dipl.-Ing. Peter Weber, Dipl.-Ing. Paul Schmelzer, Atelier.Schmelzer.Weber, Dresden

Begründung 1. Preis

Es handelt sich um eine einfache klar und sehr durchdachte Entwurfs-
konzeption, welche durch ihre Multifunktionalität und die sehr gut ge-
wählten Proportionen eine hohe Gestaltungsqualität widerspiegelt.
Das lässt auf Anhieb eine hohe Identifikation mit der AKS zu.

Lediglich die Fernwirkung in Bezug auf das Logo könnte mehr hervor-
treten. Es handelt sich um einen klassischen, zeitlosen, modernen Entwurf,
welcher auf lange Sicht seinen Dienst tun wird und zugleich eine ange-
messene Präsentation der Architekturthemen zulässt.

Die unterschiedlichen Funktionen im Raum werden durch entsprechend notwendig bemessene Proportionen beantwortet. Eine schnelle und flexible Montage ist möglich. Die Wahl der Materialien lässt eine flexible, dauerhafte Nutzung zu und beantwortet auch die Anforderung des Brandschutzes. Somit kann man durchaus von einer wirtschaftlichen Lösung sprech

2. Preis: KO/OK Architektur, Leipzig

Begründung 2. Preis

Die Idee eines konstruktiven Rahmens aus einzelnen Holzelementen, die an ein Fachwerk erinnern, wird positiv gewertet. Die geschlossenen und transluzenten Rahmenelemente sind klar gegliedert und abwechselnd beleuchtet. Das eher spielerische Interieur in der Farbe des Logos der AK bildet einen schönen Kontrast zur grauen Hülle. Bemängelt wird jedoch das Fehlen eines äußeren gut sichtbaren Stand-Logos zur Identifikation und Außenwirkung.
Der Stand ist messegerecht gestaltet, da seine modularen Wandelemente gut gelagert, transportiert und montiert werden können. Die Modularität der Elemente ermöglicht auch kleinere Standgrößen. Die Beleuchtung der Wände soll über die Stoffflächen erfolgen - evtl. angebrachte Grafikflächen können so nicht beleuchten werden. Bei den Stoffflächen wird eine Erneuerung von Zeit zu Zeit nötig sein. Die Möblierung ist detailliert durchgearbeitet und originell, wird aber in Bezug auf das Erscheinungsbild der Architektenkammer kontrovers diskutiert. Sitzmöbel im Vortragsbereich sollten mit einer Rückenlehne versehen werden.

Anerkennungen

  • Dipl.-Ing. Irene Dahms, M & R Ingenieurbüro für Gesamtplanung, Dresden
  • Dipl.-Ing. Michael Schoener, MSc. ETH Fabian Panzer, Schoener und Panzer Architekten BDA, Leipzig
  • Dipl.-Ing. Mario Klett, Architekt, Leipzig

Das Wettbewerbsverfahren wurde durch Rau Architekten aus Dresden betreut.