Strukturwandel in Sachsen

Zum räumlichen Strukturwandel in Sachsen und neuen Perspektiven für die Braunkohleregionen

Positionen und Projektideen der Architektenkammer Sachsen

Der Freistaat Sachsen hat beachtliche Erfolge bei der Bewältigung der teilweise brachialen Strukturveränderungen der vergangenen 30 Jahre vorzuweisen. Ungeachtet dessen steht die Entwicklung des Raumes erkennbar vor erheblichen Herausforderungen sowohl in wachsenden als auch in von Bevölkerungsrückgang betroffenen Städten und Gemeinden, besonders in derzeit noch von der Braunkohlegewinnung geprägten Regionen. Bevölkerungsrückgang in Teilen des Landes, Energiewende in den Bergbauregionen, Gewährleistung der Daseinsvorsorge, eines qualifizierten Fachkräfteangebots für die Wirtschaft und einer attraktiven kompakten Siedlungsstruktur sowie Klimawandel und -anpassung sind nur einige Aspekte. Gleichzeitig beinhalten diese Herausforderungen aber auch Chancen, die es zu nutzen gilt. Erste Ansätze lassen erkennen, dass Bundesregierung und Freistaat hierzu gewillt sind.

Die den Nachhaltigkeitszielen genügende Gestaltung der (gebauten) Umwelt spielt in diesem Zusammenhang eine bedeutende Rolle. Die Architektenkammer Sachsen als Berufsstandsvertretung und Selbstverwaltung für über 3.100 Architekt*innen, Innenarchitekt*innen, Landschaftsarchitekt* innen und Stadtplaner*innen in Sachsen hat sich daher aufgrund des in der Kammer repräsentierten Fachwissens von Berufsdisziplinen, die befähigt sind, wesentliche Beiträge zur Bewältigung der Herausforderungen zu leisten, aufgerufen gesehen, ihre Sichtweise in die Diskussion zu Entwicklungsperspektiven einzubringen. Sie hat Mitte des Jahres 2019 einen Arbeitskreis gebildet, der unter Leitung von Prof. Martin zur Nedden ein Positionspier, darauf basierende zwölf Thesen und erste Projektideen erarbeitet hat.

Zudem wurde gemeinsam mit der Brandenburgischen Architektenkammer eine Projektskizze unter dem Titel »Baukulturgemeinden der Lausitz im Wandel – Partizipation als Erfolgsfaktor zukunftsfähiger Entwicklungen« erarbeitet. Beide Papiere wurden Thomas Schmidt, Staatsminister im Sächsischen Staatsministerium für Regionalentwicklung, übergeben und im März wird es dazu Beratungen geben.

Zum räumlichen Strukturwandel in Sachsen und neuen Perspektiven für die Braunkohleregionen Thesen
Positionspapier, Projektansätze

Baukulturgemeinden der Lausitz im Wandel – Partizipation als Erfolgsfaktor zukunftsfähiger Entwicklungen
Projektskizze

 

Link zum Arbeitskreis Strukturentwicklung Braunkohle