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20.11.2026

Zirkuläres Bauen in Neubau und Bestand – Grundlagen, Strategien und Instrumente

Freitag, 20.11.2026, 9:00–16:30 Uhr



Zirkuläres Bauen gewinnt angesichts knapper Ressourcen, steigender Klimaanforderungen und neuer rechtlicher Vorgaben an Bedeutung. Ziel ist es, Gebäude und ihre Materialien mehr und mehr so zu planen, zu nutzen und weiterzuentwickeln, dass sie möglichst lange im Wirtschaftskreislauf verbleiben.

Das Seminar vermittelt die grundlegenden Prinzipien zirkulären Bauens und zeigt anhand von Praxisbeispielen und aktueller Forschung Umsetzungsstrategien für den Neubau und den Bestand.

Im ersten Teil erhalten die Teilnehmer:innen neben einer Einordnung zentraler Begriffe und Prinzipien einen Überblick über die rechtlichen Rahmenbedingungen.
Der zweite Teil des Seminars widmet sich der Umsetzung im Neubau. Im Mittelpunkt stehen u.a. die Handlungsfelder für zirkuläre Gebäude „Material“, „Flexibilität“ und „Bewertung“. Behandelt werden dabei Materialauswahl und modulare Prinzipien, Bewertungsinstrumente zur Beurteilung der Zirkularität von der Material- bis zur Gebäudeebene und die Integration zirkulärer Aspekte in die Projektabwicklung und Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen.
Im dritten Teil richtet sich der Blick auf den Gebäudebestand und die Wiederverwendung vorhandener Ressourcen. Thematisiert werden Rückbau- und Weitervermittlungsprozesse, den Umgang mit typischen Hemmnissen wie Schadstoffen sowie rechtliche Fragestellungen, etwa zum Abfallrecht und zur Gewährleistung. Ergänzt wird der Block durch Einblicke in die Digitalisierung von Bauteilen und in kommunale Umsetzungsstrategien anhand aktueller Praxisbeispiele.

Inhalte: 

Einführung: Zirkuläres Bauen im Neubau und mit dem Bestand – ein Überblick
– Definition: Was ist zirkuläres Bauen?
– Übersicht zu rechtlichen Fragestellungen im Kontext von zirkulärem Bauen
– Exkurs: Integration von Re-Use im Entwurf- und Planungsprozess

Umsetzung von Zirkularität im Neubau: Material, Konstruktion und Wirtschaftlichkeit

Prinzipien des Design for Disassembly
– Einsatz von Bewertungssystemen
– Integration in Projektablauf und Wirtschaftlichkeitsbetrachtung

Zirkularität von Bestandsmaterialien: Rückbau und Wiederverwendung
– Schonender Rückbau und Vermittlung von Bauteilen – digital & analog
– Hemmnisse im Bestand: Nicht lösbare Bauteilverbindungen, Schadstoffe, finanzielle Hürden
– Umgang mit Abfallrecht, Gewährleistung etc.
– Begleitung kommunaler Pilotprojekte auf dem Weg zur zirkulären Praxis
– Einblicke in die Prozessentwicklung anhand aktueller Beispielprojekte (mit der Stadt Leipzig & Chemnitz)

Lernziel:
Die Teilnehmer:innen erhalten einen fundierten Überblick über Strategien, Werkzeuge und Rahmenbedingungen des zirkulären Bauens und lernen, wie sich kreislaufgerechte Ansätze in Planung, Neubau und Bestand systematisch berücksichtigen lassen.





Referent:innen:
L. Binner, Gesellschaft für Materialkreisläufe mbH , Leipzig; Univ. Prof. Dr.-Ing- K. Kleinschrot, Prof. f. Bauverfahrenstechnik u. zirkuläre Wertschöpfung, TU Dresden, Dresden; K. Wittke, Team Zirkuläres Bauen, bau&wesen e.V., Dresden

Kooperation:
mit der Architektenkammer Thüringen

Ort:
Haus der Architekten, Goetheallee 37, 01309 Dresden

Gebühr:
€ 150,00 Mitglied AKS, andere Länderkammer bzw. deren Mitarbeiter:in, Mitarbeiter:innen öffentlicher Dienst und Absolventen
€ 80,00 ermäßigte/r Architekt:in, Ingenieur:in, Student:in
€ 40,00 Juniormitglied AKS
€ 300,00 Gast