Eintragungen in die Architektenliste mit ausländischer Berufsqualifiakation

Eintragung mit Wohnsitz oder Niederlassung im Freistaat Sachsen nach § 5 Abs. 2 Satz 1 i. V.m. §§ 33, 33a, 34, 34a SächsArchG

Zum Antragsformular (ausfüllbar)

Folgende Unterlagen sind einzureichen:

  • Identitätsnachweis und Staatsangehörigkeitsnachweis in beglaubigter Kopie 
  • Ausbildungsnachweis(Diplom/Bachelor/Master) in beglaubigter Kopie (Übersetzung in deutscher Sprache, erstellt von einem öffentlich bestellten oder beeidigten Dolmetscher/Übersetzer)
  • Nachweis der praktischen Tätigkeit nach Abschluss des Studiums in den wesentlichen Berufsaufgaben der beantragten Fachrichtung von mindestens 2 Jahren in deutscher Sprache (z. B. Arbeitgeberzeugnisse, autorisierte Objektliste mit Angabe der Leistungsphasen und Bearbeitungszeiten)
  • Nachweis über den Besuch von mindestens 5 Weiterbildungsveranstaltungen (40 Fortbildungsstunden à 45 min) nach Abschluss des Studiums in der beantragten Fachrichtung innerhalb der letzten 3 Jahre vor Antragstellung (Stichtag: Antragseingang) in deutscher Sprache
  • Für Antragsteller nach § 33a (1) SächsArchG: Ausbildungsnachweis einer ausländischen Hochschule oder einer sonstigen ausländischen Einrichtung, der den in der Anlage 1 zu § 5 Absatz 2 Satz 2  SächsArchG genannten Anforderungen gleichwertig ist, und entsprechend § 9 SächsBQFG Bescheinigung über die Berechtigung zur Berufsausübung im Ausbildungsstaat (jeweils Übersetzung in die deutsche Sprache, erstellt von einem öffentlich bestellten oder beeidigten Dolmetscher/Übersetzer)
  • Für Antragsteller nach § 33 a (2) SächsArchG: Nachweis einer erfolgreichen Abschlussprüfung entsprechend der Richtlinie 2005/36/EG, (Artikel 21, 23, 46, 47 und 49 in Verbindung mit Anhang V Nr. 5.7.1 oder mit Anhang VI) (Übersetzung in die deutsche Sprache, erstellt von einem öffentlich bestellten oder beeidigten Dolmetscher/Übersetzer).
  • Für Antragsteller nach § 33a (3) SächsArchG: Nachweis der Ermächtigung zur Führung der Berufsbezeichnung Architekt aufgrund eines Gesetzes, das einer zuständigen Behörde eines EU-Mitgliedsstaates die Befugnis zuerkennt, diesen Titel Unionsbürgern zu verleihen, die sich durch die Qualität ihrer Leistungen auf dem Gebiet der Architektur besonders ausgezeichnet haben (Übersetzung in die deutsche Sprache, erstellt von einem öffentlich bestellten oder beeidigten Dolmetscher/Übersetzer).
  • Für Antragsteller nach § 33a (4) SächsArchG: Nachweis über Ausbildung, die in einem Mitgliedstaat der EU oder einem diesen durch Abkommen gleichgestellten Staat erforderlich ist, um die Erlaubnis zur Aufnahme und Ausübung dieses Berufes zu erhalten und den Anforderungen nach Artikel 13 Absatz 2 Satz 2 der Richtlinie 2005/36/EG genügt sowie Nachweis einer Berufstätigkeit nach § 5 Absatz 2 Satz 1 Nr. 3 SächsArchG (Übersetzung in die deutsche Sprache, erstellt von einem öffentlich bestellten oder beeidigten Dolmetscher/Übersetzer)

Wir empfehlen Ihnen, einen persönlichen Beratungstermin zu vereinbaren.

Kontakt

Architektenkammer Sachsen
Kammerbüro Leipzig
Elke Nenoff
Tel.: 0341 9605883
leipzig©aksachsen.org

Architektenkammer Sachsen
Geschäftsstelle in Dresden
Marion Clasen
Tel.: 0351 3174627
marion.clasen©aksachsen.org

Vorübergehende und gelegentliche Dienstleistungserbringung im Freistaat Sachsen laut §§ 35, 36 SächsArchG

Ein Dienstleister, der in der Bundesrepublik Deutschland weder Wohnung noch eine Niederlassung hat noch seinen Beruf hier überwiegend ausübt, hat das erstmalige Erbringen von Dienstleistungen als Architekt, Innenarchitekt, Landschaftsarchitekt oder Stadtplaner im Freistaat Sachsen vorher der Architektenkammer Sachsen schriftlich anzuzeigen.

Er wird in das »Verzeichnis für auswärtige Architekten und Stadtplaner« eingetragen. Es entstehen keine zusätzlichen Kosten.

Zum Antragsformular: Auswärtige Architekten (ausfüllbar)

 Zusammen mit der Anzeige hat der Dienstleister folgende Nachweise vorzulegen:

  • Identitätsnachweis (Staatsangehörigkeit)
  • Nachweis über Berufsqualifikation,
  • ggf. Nachweis über Haftpflichtversicherung
  • wenn der Beruf oder die Ausbildung im Herkunfstland reglementiert ist, eine Bescheinigung darüber, dass er in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder einem diesen durch Abkommen gleichgestellten Staat rechtmäßig zur Ausübung der betreffenden Tätigkeit niedergelassen ist und dass ihm die Ausübung dieser Tätigkeit zum Zeitpunkt der Vorlage der Bescheinigung nicht, auch nicht vorübergehend, untersagt ist,
  • Für den Fall, dass weder der Beruf noch die Ausbildung zu diesem Beruf im Niederlassungsmitgliedsstaat reglementiert ist, ist ein Nachweis in beliebiger Form  darüber zu erbringen, dass der Dienstleister die betreffende Tätigkeit während der vorhergehenden zehn Jahre mindestens ein Jahr lang in Vollzeit oder einer entsprechenden Gesamtdauer in Teilzeit ausgeübt hat.

Die Eintragung in das »Verzeichnis der auswärtigen Architekten und Stadtplaner« ist nur möglich, wenn es sich um eine vorübergehende und gelegentliche Ausübung des Berufs (Dienstleistung) im Freistaat Sachsen handelt. Wer jedoch die Berufsbezeichnung Architekt, Innenarchitekt, Landschaftsarchitekt oder Stadtplaner führen möchte und sich zur Berufsausübung im Freistaat Sachsen niederlassen will, muss sich in die Architekten- oder Stadtplanerliste eintragen lassen. Mehr Informationen dazu finden Sie hier

Von der Architektenkammer Sachsen wird eine Bescheinigung über die Eintragung in das »Verzeichnis für auswärtige Architekten und Stadtplaner« ausgestellt. Die Gültigkeit der Bescheinigung ist auf ein Jahr befristet. Die Anzeige ist einmal jährlich in beliebiger Form zu erneuern, wenn der Dienstleister beabsichtigt, während des betreffenden Jahres erneut Dienstleistungen im Freistaat Sachsen zu erbringen. Sofern der Dienstleister über einen Europäischen Berufsausweis verfügt, ist die Anzeige nach 18 Monaten zu erneuern.

Mit Eintragung in das «Verzeichnis der auswärtigen Architekten und Stadtplaner« ist der Dienstleister zur Einhaltung der Berufspflichten nach § 3SächsArchG verpflichtet.

Auswärtige Gesellschaften nach § 11 SächsArchG

Eine Gesellschaft, die ihren Sitz nicht in der Bundesrepublik Deutschland hat (auswärtige Gesellschaft) darf in ihrer Firma oder in ihrem Namen die geschützte Berufsbezeichnung Architekt, Innenarchitekt, Landschaftsarchitekt oder Stadtplaner, auch Wortverbindungen damit oder ähnliche Berufsbezeichnungen nur führen, wenn sie nach dem Recht ihres Herkunftsstaates befugt sind, diese oder vergleichbare Berufsbezeichnungen in ihrer Firma oder ihrem Namen zu führen.

Die auswärtigen Gesellschaften haben die erstmalige Erbringung von Leistungen im Freistaat Sachsen zuvor der Architektenkammer Sachsen anzuzeigen. Die Anzeige erfolgt formlos.

Vorzulegen sind:

  • Nachweis, dass die Gesellschaft, ihre Gesellschafter und gesetzlichen Vertreter die betreffende Tätigkeit nach dem Recht des Herkunftsstaates der Gesellschaft rechtmäßig ausüben.
  • Nachweis über eine abgeschlossene Haftpflichtversicherung.
  • Nachweis, dass die Gesellschaft ihren Sitz außerhalb der Bundesrepublik Deutschland hat, der Gesellschaftsvertrag oder die Satzung aber die übrigen Voraussetzungen des § 9 Abs. 3 erfüllt.

Die Architektenkammer Sachsen untersagt diesen Gesellschaften das Führen der Berufsbezeichnung, wenn sie auf Verlangen die o.g. Nachweise nicht vorlegen.

Die auswärtigen Gesellschaften haben die Berufspflichten gemäß § 3 SächsArchG zu beachten.

Einheitlicher Ansprechpartner

im Sinne der EU-Dienstleistungsrichtlinie ist die Landesdirektion Leipzig
Braustraße 2, 04107 Leipzig

Telefon: (+49) (0)341-9 77 10 8 -0/1/2/3
Telefax: (+49) (0)341-9 77 11 99
E-Mail: ea©lds.sachsen.de
Internet: www.ea.sachsen.de