Architektur macht Schule

»...obwohl die Architektur das alltägliche Leben der Menschen prägt, ist sie nach wie vor kein selbstverständlicher Bestandteil des Unterrichts.«

Die Zukunft unserer Städte und Dörfer wird unter anderem dadurch bestimmt sein, wie heutige Kinder es lernen, kreativ und verantwortungsbewusst mit ihrer gebauten Umwelt umgehen. Für das Erkennen dieser zukünftigen Verantwortung und die Sensibilisierung für die bauliche wie die ästhetische Qualität unserer Lebensumwelt kann Schule einen wesentlichen Impuls geben. Unter der Prämisse „sehen-verstehen-zeigen“ wird nicht nur die Wahrnehmung des eigenen Lebensraumes (und darüber hinaus) geschult, sondern auch grundlegende architekturtheoretische, stadt- und freiraumplanerische Grundlagen vermittelt. Zudem werden den Jugendlichen Möglichkeiten aufgezeigt, sich aktiv an Gestaltungsprozessen zu beteiligen und diese in eigenen kreativen Projekten umzusetzen.


Durch die Beschäftigung mit einem konkreten Objekt wird man zudem den pädagogischen Forderungen nach außerschulischem Lernen gerecht. Es bilden sich Teams aus je einer Schule und einem Fachexperten, die sich im laufenden Schuljahr Gebäude, Freiräume oder städtebauliche Strukturen erschließen. Ergänzend zur theoretischen Annäherung setzen sich die Schüler praxisorientiert und künstlerisch mit den Objekten auseinander. Ziel des Gesamtprojekts ist es, Architektur jenseits der bekannten Muster auf anspruchsvolle und unterhaltsame Art zu erklären und zu vermitteln. Erstaunlich ist dabei, welch unglaubliche Kreativität die Schüler bisher entwickelt haben. Zugleich werden grundlegende menschliche Fähigkeiten trainiert. Baukulturelle Bildung schult das Sehen und Erleben, fördert Interdisziplinarität und Teamwork und hilft, historisches und ökologisches Bewusstsein zu entwickeln.

Jedes Jahr präsentierten die Schüler zum Schuljahresende hoch motiviert, selbstbewusst und mit einer ansteckenden Begeisterung ihre Ergebnisse. „Dieses Projekt zeigt immer wieder aufs Neue, wie man Architektur mit persönlichem Engagement und jenseits der bekannten Muster auf anspruchsvolle und unterhaltsame Art erklären und vermitteln kann“, betonte Liane Remmler, Projektverantwortliche im Stiftungsvorstand.
 

Der Projektverlauf   

MEHR