Architektur macht Schule 2018/19

Heinrich-von-Trebra-Oberschule Marienberg

Umgestaltung des Marktplatzes von Marienberg

Akteure

  • Schülerinnen und Schüler der 8. Jahrgangsstufe
  • projektbegleitender Architekt: Knut Weber
  • verantwortliche Lehrkraft: Mario Melzer

Projekt

Die Schülerinnen und Schüler widmeten sich dem besonderen Aufbau der in der Renaissance rasterförmig angelegten Planstadt Marienberg. Nach einer ersten Annäherung an Architektur und Stadtplanung im Allgemeinen, beschäftigte sich die Projektgruppe mit der Stadt- und Baugeschichte von Marienberg und analysierte den zentralsten Punkt ihrer Stadt: den Marktplatz. Der 1521 von Ulrich Rülein von Calw für Marienberg entwickelte Bebauungsplan ging von einer schnellwachsenden Stadt aus. Entsprechend groß wurde auf dem Zeichenbrett ein großer, gleichmäßig gegliederter Markt konzipiert. Ab dem 17. Jahrhundert war die Blüte von Marienberg jedoch vorbei, weil immer weniger Erz gefunden wurde. Die Stadt wuchs nicht wie geplant weiter, der riesige Markt mit einer Fläche von etwa 1 Hektar besteht bis heute. Obwohl er vor einigen Jahren neugestaltet wurde, wird der Marienberger Markt von der Bevölkerung nicht gut angenommen. Belebung erfährt er gegenwärtig lediglich durch verschiedene Märkte und Bergaufzüge, im Winter wird er auch als Parkplatz genutzt. Das verschenkte Potential des Marktes war Gegenstand der Untersuchungen im Rahmen von „Architektur macht Schule“. Den Teilnehmenden fiel bereits zum Projektbeginn auf, dass dieser Platz nicht visuell erfahrbar ist. So entwickelten sie Ideen für die Segmentierung der großen, unübersichtlichen Fläche und schlugen attraktive Nutzungen vor. Zum Projekt gehörte auch die mit der Schule aus Limbach-Oberfrohna gemeinsam unternommene Exkursion zum Bauhaus in Dessau.