Architektur macht Schule 2019/20

»ARCHITEKTUR MACHT SCHULE« BLENDENDER AUFTAKT INS NEUE SCHULJAHR

Am 2. Oktober 2019 trafen sich rund 180 Schülerinnen und Schüler, Lehrer und Architekturvermittler im Zentrum für Baukultur Sachsen im Dresdner Kulturpalast, um sich gegenseitig kennenzulernen und das Projekt „Architektur macht Schule“ für das laufende Schuljahr einzuläuten. Die Projektgruppen stellten bereits ihre ersten spannenden Projektideen vor. Im Schuljahr 2019/20 werden sich insgesamt neun Schulen aus fünf LEADER-Regionen beteiligen. Fachlich unterstützt und angeleitet werden sie dabei von Architekten, Bauingenieuren und ihren Fachlehrern.

 

Die Begrüßung aller Angereisten erfolgte sehr herzlich durch Frau Dr. Susann Buttolo, Kustodin der Stiftung Sächsischer Architekten. Ines Senftleben, Regionalmanagerin der LEADER-Region Schönburger Land, welche das Projekt „Architektur macht Schule“ federführend für die LEADER-Regionen betreut, stellte daran anschließend das LEADER-Konzept und dessen Regionen vor. Darauf aufbauend wurde die Intention der Initiative „Architektur macht Schule“ und der Projektablauf vorgestellt. Um das Bewusstsein für Architektur der Schülerinnen und Schüler zu fördern, stellte der Matthias von Rüdiger, der Leiter des Zentrums für Baukultur Sachsen, das Berufsbild des Architekten und dessen unterschiedliche Aufgabenfelder in deren Bandbreite vor.

Im Anschluss daran folgte die Vorstellung der einzelnen Projektgruppen durch die betreuenden Lehrpersonen, Architekten und Stadtplaner.  Aber auch die Schülerinnen und Schüler selbst stellten ihre ersten Ideen mit viel Elan vor: So startete die Projektgruppe des Christoph-Graupner-Gymnasiums Kirchberg unter der Leitung des Lehrers Ulf Rapp und dem Architekten Frank Kotzerke die Vorstellungsrunde. Der Gymnasiast Vincent, welcher mit seiner 10. Klasse bereits zum dritten Mal am Projekt teilnimmt, stellte zunächst kurz vor, womit sich die Gruppe in den letzten beiden Projektdurchführungen beschäftigte. Einen Ausblick für die Thematik des laufenden Schuljahres gab der betreuende Architekt Frank Kotzerke. So wird sich die Projektgruppe mit denkmalpflegerischen Aspekten auseinandersetzen und einen kritischen Blick auf übermäßige Neubebauung richten.

Neu im Bunde ist, unter anderen Schulen, das Gymnasium „Prof. Dr. Max Schneider“ Lichtenstein mit der Lehrerin Andrea Köhler und dem Architekten Andreas Kriege-Steffen. Die Projektgruppe, bestehend aus Schülerinnen und Schülern der 8. Jahrgangstufe, wird sich mit der Gegenüberstellung des öffentlichen und privaten Raumes auseinandersetzen und infolgedessen einen Fokus auf Aufenthaltsorte für Kinder und Jugendliche setzen. Die Frage, unter welcher die Gruppe am Projekt arbeitet, lautet: „In welchen Räumen wachsen Kinder auf?“ Dabei soll auch der Vergleich zu anderen Generationen erfolgen, denn wie war das eigentlich vor 50 oder 100 Jahren?

Insgesamt stellten alle neun Projektgruppen ihre Ideen und Vorstellungen vom Projekt vor. Diese reichten von der Beschäftigung mit Architekturfotografie, über der Gestaltung des eigenen Schulgebäudes bis hin zur Um- und Neugestaltung ganzer Wohnungen.

Da die Auftaktveranstaltung im Zentrum für Baukultur Sachsen im Kulturpalast stattfand, bekamen die Projektgruppen die Möglichkeit, an Führungen durch das Gebäude inklusive einer Begehung des Konzertsaals teilzunehmen.

Neue Ideen, Erkenntnisse und Gedanken konnten mit Bleistift und Skizzenheft festgehalten werden, welche an alle teilnehmenden Schülerinnen und Schüler für die kommende Erarbeitungsphase an den Schulen zu Beginn der Auftaktveranstaltung ausgeteilt wurden. Alle geplanten Projekte sind so spannend angelegt, dass wir uns auf deren Umsetzung und Resultate freuen. Die Erarbeitung der Konzepte erfolgt schulintern. Um einen Überblick über die Ergebnisse zu erlangen, treffen sich die Projektgruppen zu einer Abschlussveranstaltung wieder. Bis dahin wünschen wir allen Schülerinnen, Schülern und deren Betreuern eine erfolgreiche Forschung in ihren eigenen kleinen Kreativlaboren.