Architektur macht Schule

Der Projektverlauf

Das Projekt beginnt mit einer Auftaktveranstaltung im Zentrum für Baukultur Sachsen im Kulturpalast Dresden. Bei dieser Veranstaltung sind alle sich am Projekt beteiligenden Schüler, Lehrer, Architekten, Stiftungsmitarbeiter und seit dem Schuljahr 2017/18 LEADER-Manager anwesend. Nach einer kurzen Vorstellung der Stiftung und den LEADER-Regionen folgt eine Einführung in das Projekt „Architektur macht Schule“ und den geplanten Projektdurchlauf. Die Veranstaltung endet mit einer Führung durch den Kulturpalast Dresden oder der Dresdner Innenstadt sowie einem Mittagsimbiss.
 

Danach beginnt die eigentliche Projektarbeit an den Schulen. Die mitwirkenden Schulklassen erarbeiten sich gemeinsam mit den Betreuern ihr Thema im Rahmen des Schulunterrichts.

Die Herangehensweise an die jeweiligen Projekte orientiert sich an den Lerninhalten der jeweiligen Fächer. Dabei starten die Projekte entsprechend unterschiedlich: mit einer Exkursion zum eigentlichen Objekt oder mit dem Erarbeiten von theoretischem Grundwissen zu Architekturepochen, Baustilen, technischen Besonderheiten. Der Schwerpunkt liegt dann auf dem praktischen Teil. Hier wird der Kreativität der Schüler keine Grenzen gesetzt, was an den vielfältigen Ergebnissen deutlich wird. Es entstehen u.a. Analysen, Zeichnungen, Fotografien, Modelle, Collagen oder multimediale Kunstprojekte.

Der Zeitaufwand beträgt durchschnittlich 7 bis 8 Doppelstunden im regulären Unterricht oder im Rahmen von Neigungskursen, Ganztagsangeboten, Vertiefungskursen oder Projekttagen. Hinzu kommt die Vorbereitung der Abschlusspräsentation und der Exkursionen. Die Schulen erhalten eine Finanzierung für notwendige Sachmittel und die Durchführung von Exkursionen zur Umsetzung ihrer Projektinhalte. Teil des Projektes sind ganztägige Exkursionen, auf denen sich die Jugendlichen Anregungen für das von ihnen bearbeitete Thema aneigneten.
 

Anhand der vielseitigen Projektergebnisse wird deutlich, dass sich die Schüler mit viel Freude, Neugier und großem Interesse mit den vielseitigen Themen Architektur, Stadtplanung und gestalteten Freiräumen auseinandersetzen.

Die Projekte werden durch Lehrinhalte der Fächer Kunst, Geografie, Biologie, Mathematik, Deutsch und geisteswissenschaftliche Profile bereichert und verdeutlichen den ganzheitlichen Stellenwert von Architektur für unsere Gesellschaft als Lebensraum und als Ort der Begegnung.

 

Ein wesentlicher Bestandteil des pädagogischen Konzeptes von „Architektur macht Schule“ ist das öffentliche Präsentieren der gewonnenen Erkenntnisse und entwickelten Ideen auf einer Abschlussveranstaltung am Schuljahresende.


Durch die Beschäftigung mit einem konkreten Objekt wird man zudem den pädagogischen Forderungen nach außerschulischem Lernen gerecht. Es bilden sich Teams aus je einer Schule und einem Fachexperten, die sich im laufenden Schuljahr Gebäude, Freiräume oder städtebauliche Strukturen erschließen. Ergänzend zur theoretischen Annäherung setzen sich die Schüler praxisorientiert und künstlerisch mit den Objekten auseinander. Ziel des Gesamtprojekts ist es, Architektur jenseits der bekannten Muster auf anspruchsvolle und unterhaltsame Art zu erklären und zu vermitteln. Erstaunlich ist dabei, welch unglaubliche Kreativität die Schüler bisher entwickelt haben. Zugleich werden grundlegende menschliche Fähigkeiten trainiert. Baukulturelle Bildung schult das Sehen und Erleben, fördert Interdisziplinarität und Teamwork und hilft, historisches und ökologisches Bewusstsein zu entwickeln.