»Hans Nadler (1910-2005). Ein Leben in fünf Staatsordnungen. Ein Leben für die sächsische Kulturlandschaft«- Ein Leben für die sächsische Kulturlandschaft«

Ein Buch von Manfred Hammer (Hg.)

Nadler zählt zu den bedeutenden Denkmalpflegern im deutschsprachigen Raum nach dem Zweiten Weltkrieg. Vielen ist er bekannt als einstiger Leiter des für die Bezirke Cottbus, Dresden, Leipzig und Karl-Marx-Stadt zuständigen Instituts für Denkmalpflege Dresden. Seiner Umsichtigkeit, zuweilen auch Hartnäckigkeit ist es zu verdanken, dass in der SBZ/DDR das ewige Tauziehen um Erhalt, Instandsetzung oder Wiederaufbau der wichtigen Bauten und Ruinen nicht gänzlich den von Funktionären und Ideologen geplanten Abrisskampagnen zum Opfer fielen. Über die Bedeutung Nadlers in diesen politisch wie wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist schon viel geschrieben worden. Eine übergreifende Darstellung seiner Person und seinen unermüdlichen Einsatz für den massiv bedrohten historischen Bestand blieb jedoch aus. Es ist Manfred Hammer zu verdanken, dass mit dem jüngst erschienenen, unter anderem von der Stiftung Sächsischer Architekten geförderten  Sammelband »Hans Nadler (1910-2005). Ein Leben in fünf Staatsordnungen. Ein Leben für die sächsische Kulturlandschaft«  diese Lücke nun geschlossen wird. Den Hauptteil des Buches bilden die Erinnerungen seiner Tochter Gisela Rudat, die tiefe Einblicke in die Biografie von Hans Nadler mit bisher nicht bekannten Details gewährt und auf diese Weise sein Leben nachzeichnet. Ergänzt werden diese durch mehr als 20 Essays von beruflich sehr unterschiedlichen Mitstreitern, die aussagestark nachzeichnen, wie es Nadler gelang, die Verantwortung für die Bewahrung der  Kulturlandschaft in das Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit zu rücken sowie mit fachlicher Kompetenz und menschlicher Wärme, selbst »Skeptiker in den Bann von denkmalpflege-Themen«  zu ziehen (Dietrich Berger).

 

Gebundene Ausgabe: 260 Seiten

Verlag: mediartist (30. Juni 2016)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3938390328