1969 - 2019 Meilensteine der Dresdner Nachkriegsmoderne

Eine Ausstellung der Stiftung Sächsischer Architekten vom 20.09. - 19.10.2019 im Zentrum für Baukultur Sachsen

Auf- und Umbrüche, Visionen und Hoffnungen prägten die 1960er Jahre. Unter dem Mantel der DDR-Politik führte der damit verbundene tiefgreifende gesellschaftliche und kulturelle Wandel auch in Dresden zu deutlich sichtbaren Veränderungen in Architektur und Städtebau. Das industrielle Bauen hielt Einzug und verwandelte grundlegend das Stadtbild. Serielle Vorfertigung und rationelle Baumethoden wurden nicht nur zum ästhetischen Programm, sondern auch Sinnbild für Aufbruch und Experiment in einer fortschritts- und technikgläubigen Zeit. In politisch schwierigen Zeiten entstanden dennoch vorbildliche, den Prämissen der Nachkriegsmoderne in Funktionalität, Raumwirkung und Plastizität entsprechende Architekturen wie Prager Straße, Robotron-Kantine, Fernsehturm und Kulturpalast. Anlässlich des fünfzigjährigen Bestehens des Kulturpalastes zeigt die Stiftung Sächsischer Architekten diese Prestigeobjekte.

Die Stiftung Sächsischer Architekten nahm das fünfzigjährige Bestehen des Kulturpalastes zum Anlass, jene eindrucksvollen Projekte der Nachkriegsmoderne in einer Ausstellung im Zentrum für Baukultur Sachsen zu zeigen, die bis zum 20. Jahrestag der DDR 1969 ehrgeizig vorangetrieben wurden. Nahezu vom gleichen Standpunkt aufgenommene vergleichende fotografische Ansichten von 1969 und 2019 veranschaulichten gleichermaßen ihr ursprüngliches Erscheinungsbild wie auch ihren gegenwärtigen Zustand zwischen preisgekrönter Sanierung und leisem Verfall.

Begleitet wurde die Ausstellung von einem Katalog, der als sechster Band in der stiftungseigenen Schriftenreihe »Beiträge zur Architektur« erschienen ist.

Kuratoren: Susann Buttolo, Jan Oelker, Matthias von Rüdiger