Karlheinz Georgi

Eine Ausstellung im Haus der Architekten

Karlheinz Georgi (1934-2019) prägte mehr als 30 Jahre lang die Architekturstudenten der TU Dresden im Freihandzeichnen. In einem Fach, in dem sich Spreu und Weizen auf eine ganz eigene Art trennen und der wöchentliche Gang in den Willersbau, Raum C 217 vielleicht am besten vergleichbar war mit der Busfahrt zum Lehrschwimmbecken in einem der ersten Schuljahre. Die Draufgänger dabei litten keine Not, konnten wahrscheinlich schon schwimmen - oder zeichnen - und die anderen mühten sich und hielten sich lange noch beim Tauchen die Nase zu oder bekamen nichts Adäquates abgebildet auf dem Zeichenblock. Aber Karlheinz Georgi wäre nicht er selbst gewesen, wenn er nicht - Künstler und Pädagoge zugleich - niemandem dem Mut nahm, sondern immer aufs Neue mit ausladendenden Bewegungen die Kohle übers Papier auf der Tafel fahren lies, bis sich aus der Fülle der Linien die Kontur herausbildete, einem Gerüst fürs Auge gleich und dabei stets neu die Hoffnung nährend, sich selbst doch noch in diesen Prozess der Annäherung einer Darstellung der Wirklichkeit eingliedern zu können. Alf Furkert

Die Ausstellung zeigte seine Zeichnungen, Druckgrafiken, Montagedrucken und Malereien aus allen Schaffensperioden im Haus der Architekten.

Kuratoren: Niels-Christian Fritsche, Gwendolin Kremer, Alexander Georgi