Streiflichter Dresden – Malerei – Grafik – Fotografie – Michael Klose und Johannes Berger

WINTERSCHAU 2019

Vernissage am 24. Januar 2019, 18:00 Uhr
Ausstellung bis 7. März 2019

In kreativen Berufen, besonders bei Architekten, gehört es fast zur zwingenden Begleiterscheinung, sich neben den schöpferisch umzusetzenden Tagesaufgaben auch mit dem gegebenen Umfeld, der Natur und Kultur, künstlerisch auseinanderzusetzen.

Exemplarisch dafür gibt die Ausstellung »Streiflichter Dresden« in den Räumen der Architektenkammer Sachsen in diesem Sinne Einblicke in die künstlerischen Wege der Architekten Michael Klose (geb. 1963) und Johannes Berger (geb. 1976).

Beide arbeiteten über 15 Jahre zusammen in einem Büro, dessen Leistungsprofil vorrangig durch denkmalpflegerische Aufgaben bestimmt wurde. Voraussetzung für eine sensible gedankliche Durchdringung derartiger Arbeitsaufgaben ist ein emotionales Verhältnis zu den historischen Hintergründen, den Bautechniken und zur künstlerischen Ausdruckskraft der überkommenen Bauwerke, um daraus zukunftsfähige Lösungen zu entwickeln.

Vor diesem Hintergrund reagieren beide Architekten sehr unterschiedlich in ihren kreativen Äußerungen: Der Maler und Grafiker Michael Klose setzt sich seit Jahren mit Dresdner Themen künstlerisch auseinander. In seinen Arbeiten auf Leinwand und Papier gestaltet er die Architektur am Elbfluss. Im Fokus steht dabei besonders das Blaue Wunder, dem er sich in unterschiedlicher Sicht und Malweise nähert und damit beim Betrachter Faszination und Emotion erzeugt.

Für Johannes Berger ist es die Fotografie mit ihren technischen Gestaltungsmöglichkeiten, die Schönheiten Dresdens mit ungewöhnlichen Perspektiven, Lichtstimmungen und optischen Verfremdungen zu reflektieren.

Das Thema der Ausstellung »Streiflichter Dresden« will zum Ausdruck bringen: Es geht hier nicht um das rasche, oberflächliche Dahingleiten unseres Blickes über die realen Objekte in der Stadt. Im »Streiflicht« werden vielmehr die Details deutlicher und inhaltstiefer. Sie regen zu aktiver sinnlicher Auseinandersetzung mit den vorgestellten Bildern dieser Stadt an und fordern unsere Fantasie heraus.

In der Kombination der unterschiedlichen Techniken und Betrachtungsweisen entstand eine spannende Präsentation, in der die beiden Künstler Bildideen zwischen städtischem Detail und der Aura des Flusses verarbeitet haben.