Architekten- und Ingenieurkammern im Mitteldeutschen Raum für einen einheitlichen Bim–Fortbildungsstandard

Im digitalen Planungs- und Bauprozess kommt der Arbeitsmethode Building Information Modeling (BIM) eine zentrale Bedeutung zu. Entsprechend umfangreich ist der Bedarf an qualifizierten Fort- und Weiterbildungs-
angeboten für Architekten und Ingenieure.

Mit dem Ziel, die BIM-Kompetenz der unterschiedlichsten Akteure im Mitteldeutschen Raum zu vernetzen, trafen sich am 23. Januar 2018 in
Dresden im Sächsischen Ministerium der Finanzen Vertreter der Architekten- und Ingenieurkammern der Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie von Forschungs- und Bildungsstätten, Verbänden, Unternehmen, Einrichtungen der öffentlichen Hand. Bei diesem ersten Kennenlerntreffen ging es insbesondere um die Möglichkeiten der Zusammenarbeit hinsichtlich eines einheitlichen und qualitätsgesicherten BIM-Fortbildungsstandards.

Die mitteldeutschen Architekten- und Ingenieurkammern erklärten daraufhin ihre Absicht, einen einheitlichen Fort- und Weiterbildungsstandard in gemeinsamen Fortbildungsveranstaltungen in höchster Qualität umzusetzen und bei der Fort- und Weiterbildung im Bereich Buildung Information Modeling zu kooperieren. Mit einer gemeinsamen Erklärung für einen einheitlichen BIM-Fortbildungsstandard wollen die Kammern ihre interdisziplinäre und übergreifende Zusammenarbeit diesbezüglich unterstreichen.

Bundesarchitektenkammer (BAK) und Bundesingenieurkammer (BIngK) vereinbarten ebenfalls am 23. Januar 2018 die Zusammenarbeit für die Fort- und Weiterbildung von Architekten und Ingenieuren im Bereich des digitalen Planens und unterzeichneten daraufhin eine entsprechende Kooperationsvereinbarung. Mit der Einführung des „BIM Standards Deutscher Architektenkammern“ bzw. „BIM Standards Deutscher Ingenieurkammern“ wurde auf Grundlage der VDI/buildingSMART–Richtlinie 2552 Blatt 8.1 ein qualitätsgesichertes und flächendeckendes Angebot geschaffen.

Um angesichts der vielfältigen Anbieter auf diesem Markt Fort- und Weiterbildungen auf dem bestmöglichen Niveau zu sichern, hat die Bundesarchitektenkammer (BAK) am 14. September einen bundesweit einheitlichen Fort- und Weiterbildungsstandard in allen 16 Länderarchitektenkammern für den Bereich des digitalen Planen und Bauens festgelegt. Mit der Einführung des „BIM Standard Deutscher Architektenkammern“, einem Curriculum, das auf der VDI-Richtlinie VDI 2552 Blatt 8.1 fußt, wird ein qualitätsgesichertes und flächendeckendes Angebot geschaffen.

Zu den Informationen der BAK